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Berater und Vater treffen Top-Klubs aus Spanien

Wurde der Haaland-Gipfel "absichtlich öffentlich"?

02.04.2021 09:41
Vertritt die Interessen von BVB-Star Erling Haaland: Berater Mino Raiola
© Nicol xf2 Campo/LaPresse Nicol via www.imago-image
Vertritt die Interessen von BVB-Star Erling Haaland: Berater Mino Raiola

Die Spekulationen um die Zukunft von BVB-Topstar Erling Haaland haben noch einmal Fahrt aufgenommen. Denn: Sein Berater Mino Raiola und sein Vater Alf-Inge trafen sich am Donnerstag mit Vertretern der spanischen Fußball-Elite, um erste Gespräche über einen millionenschweren Transfer zu führen. Profitieren dürfte vor allem der FC Barcelona.

Der spanische Sportjournalist Guillem Balague, als Autor unter anderem für seine Biographie über Pep Guardiola bekannt, legt nahe, dass die vermeintlich geheimen Termine in Spanien zur PR-Strategie zählten. Raiola und Haaland waren bei ihrer Ankunft am Flughafen von Vertretern spanischer Medien gefilmt worden, die Aufnahmen machten danach schnell die Runde.

Die Reise sei "absichtlich öffentlich" gemacht worden, schätzte Balague gegenüber "BBC" ein. "Jeder gewinnt etwas durch das Bekanntwerden dieser Geschichte. Wenn man im Verborgenen nach Barcelona reisen will, kann man das problemlos machen. Das ist sehr einfach."

Hintergrund sei etwa die spezielle Situation beim FC Barcelona. Die Katalanen sind einerseits hochverschuldet und versuchen andererseits, ihren Superstar Lionel Messi zu halten. Gespräche über einen Transfer von Erling Haaland, dem derzeit wohl begehrtesten Spieler weltweit, würden als Statement verstanden werden, dass Barca noch immer zu den besten Vereinen zählt.

Balague zufolge will Barcelona daher unbedingt Gespräche "mit den größten Namen" der Fußballwelt führen. "Man will all das Negative ausblenden und versuchen, Lionel Messi von einem Verbleib zu überzeugen und dazu einen Superstar zu verpflichten."

Haaland bei Real nicht Transferziel Nummer eins

Bei Real Madrid, wo nach dem Abstecher in Barcelona ebenfalls Gespräche geführt wurden, ist die Lage etwas anders. Bei den Königlichen sei Erling Haaland lediglich Transferziel Nummer zwei - hinter Kylian Mbappé von Paris Saint-Germain. Madrid habe eigens Geld zur Seite gelegt, um sich im kommenden Sommer namhaft zu verstärken. 

Für einen Transfer von Erling Haaland müssen Medienberichten zufolge mindestens 150 Millionen Euro auf den Tisch gelegt werden. Die Verantwortlichen von Borussia Dortmund indes bekräftigten zuletzt mehrfach, dass ein Transfer im Sommer keine Option ist. 

BVB-Sportdirektor Michael Zorc betonte die Absichten des Klubs, nachdem der Haaland-Gipfel in Spanien publik wurde: "Ich habe gestern noch mit Raiola gesprochen. Wir haben unsere Intention klar gemacht", zitierte "Sky" den 58-Jährigen. Gegenüber "Sport1" gab sich Zorc zudem gelassen: "Es spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, wenn die beiden Herren ein bisschen Sonne am Mittelmeer tanken wollen. 

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