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"Er ist mental sehr stark"

Tost überzeugt: Tsunoda "wird Weltmeister"

31.03.2021 07:18
Yuki Tsunoda ist einer von drei Rookies in der Formel 1
© FREDERIC LE FLOC H via www.imago-images.de
Yuki Tsunoda ist einer von drei Rookies in der Formel 1

AlphaTauri-Teamchef Franz Tost ist überzeugt davon, dass Red Bull mit Yuki Tsunoda das nächste Supertalent entdeckt hat, das das Zeug dazu hat, genau wie der bisher einzige Red-Bull-Weltmeister Sebastian Vettel und vielleicht eines Tages Max Verstappen Weltmeister in der Formel 1 zu werden.

"Der wird Weltmeister, da bin ich mir sicher", sagt Tost im Interview mit dem "AvD Motor & Sport Magazin" des TV-Senders "Sport1".

Das Besondere am erst 20-jährigen Japaner sei seine Lernkurve: "Dem sagst du nicht etwas, was dann beim linken Ohr rein- und beim rechten Ohr wieder rausgeht. Sondern das bleibt im Hirn haften. Er ist wirklich lernbegierig."

"Und der setzt das auch um, und zwar sofort! Das ist ein ganz entscheidender Schritt", glaubt Tost. "Ich hoffe, dass er sich weiterhin so entwickelt. Dann wird er irgendwann die Weltmeisterschaft gewinnen. Da bin ich mir sicher."

"Seine große Stärke ist: Er kann den Speed sehr gut abschätzen, vor allem in schnellen Kurven", lobt der Österreicher, der schon Vettel und Verstappen als Teamchef betreut hat und als einer der erfahrensten Talentausbildner im Motorsport gilt. "Er hat ein unheimliches Gefühl für das Auto eingangs der Kurve zum Scheitelpunkt hin. Er ist wahnsinnig stark auf der Bremse. Und er ist ein Kämpfer."

"In Bahrain, sagt Tost, haben ihm einige von Tsunodas Überholmanöver "sehr, sehr gut gefallen. Er ist da reingefahren, als gäbe es kein Morgen mehr. Da hat er den Jungs schon gezeigt: 'Spielen dürft ihr euch mit mir nicht, denn ich überhole euch ganz einfach!' Das gefällt mir. Dieses Selbstbewusstsein ist wichtig."

Aus Sicht des AlphaTauri-Teamchefs ist Tsunoda (übrigens der erste Formel-1-Fahrer aller Zeiten, der nach dem 1. Januar 2000 geboren wurde) "ein außerordentliches Talent", dessen fahrerische Fähigkeiten man "auf allerhöchstem Niveau" loben müsse.

"Er hat das nötige Selbstvertrauen"

Tost zählt auf: "Er ist sehr zielstrebig. Er ist fokussiert. Er hat das nötige Selbstvertrauen. Er ist mental sehr stark. Das hat er in der Vergangenheit bereits bewiesen. Man darf ja nicht vergessen, dass er erst vor zwei Jahren von Japan nach Europa gekommen und gleich in der Formel 3 gefahren ist und sehr gute Resultate erzielt, ja sogar Rennen gewonnen hat."

"Das ist eine völlig andere Kultur. Sich da so durchzusetzen, auf neuen Rennstrecken, mit einem neuen Team, mit Leuten, die man nicht kennt - da muss man schon sehr stark sein im Kopf. Das beweist er immer wieder."

Auch in der Formel 2 sei er 2020 "der beste Rookie des Jahres" gewesen, und so muss man auch in Kontext setzen, dass seine Gegner wie Mick Schumacher oder Nikita Masepin überwiegend schon Erfahrung im Formel-2-Auto hatten. Das macht Tsunodas dritten Meisterschaftsrang, vor Ferrari-Talent Robert Schwarzman und Masepin, noch bemerkenswerter.

"Wahrscheinlich der beste Rookie seit vielen Jahren in der Formel 1"

"Ich denke, Yuki Tsunoda wird in der Formel 1 sehr erfolgreich werden und wird uns noch viele, viele tolle Rennen liefern", ist Tost überzeugt - und einer Meinung mit Formel-1-Sportchef Ross Brawn, den das Debüt des jungen Japaners ebenfalls überzeugt hat: "Ich habe ihn am Wochenende zum ersten Mal getroffen und er hat mich gleich beeindruckt."

"Er ist ziemlich amüsant und spricht im Auto eine recht knackige Sprache", spricht Brawn in seiner Kolumne auf "Formula1.com" den einen oder anderen Funkspruch an, der so gar nichts mit japanischer Zurückhaltung zu tun hatte. Und im Rennen habe Tsunoda "brillante" Einlagen gezeigt, "was sehr ermutigend ist, wenn man bedenkt, dass es sein erstes Rennen war".

"Er ist wahrscheinlich der beste Rookie seit vielen Jahren in der Formel 1", glaubt Brawn. "Er war in jeder Serie, in der er bisher gefahren ist, herausragend, und seine Beförderung durch Red Bull scheint mir ein brillanter Zug zu sein. Wir alle erinnern uns noch an die glorreichen Tage mit vollen Tribünen in Suzuka. Ich denke, mit ihm werden wir das wieder erleben."

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