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Snowboarder vor Heimfinale zwischen Wehmut und Pokallust

19.03.2021 15:42
Beim Parallel-Slalom am Samstag will Ramona Hofmeister den erneuten Gewinn des Gesamtweltcups perfekt machen
© dpa
Beim Parallel-Slalom am Samstag will Ramona Hofmeister den erneuten Gewinn des Gesamtweltcups perfekt machen

Die deutschen Snowboarder gehen mit gemischten Gefühlen ins Saisonfinale in Berchtesgaden. Beim Parallel-Slalom am Samstag will Ramona Hofmeister den erneuten Gewinn des Gesamtweltcups perfekt machen.

Der Vize-Weltmeisterin, die wenige Kilometer vom Rennhang am Götschen entfernt aufgewachsen ist, reicht dafür ein Podestplatz. Die Russin Sofia Nadirschina hat 50 Zähler Rückstand. "Ich bleibe fokussiert und habe das Ziel vor Augen", sagte die 24-Jährige am Freitag. "Es war für mich immer ein Traum, hier einen Weltcup zu fahren."

Auch für Selina Jörg und Cheyenne Loch ist der Wettkampf ein Heim-Event, gingen doch beide in Berchtesgaden auf das Sportinternat und zogen just am Götschen schon unzählige Schwünge in den Schnee. Für beide werden die Rennen am Wochenende - nach dem Parallel-Slalom am Samstag steht am Sonntag auch noch ein Teamevent an - die letzten in ihrer Karriere sein. "Das fühlt sich schon ein bisschen komisch an", sagte Weltmeisterin Jörg. "Im Vordergrund steht der Spaß."

Das war bei Teamkollegin Loch in den vergangenen Jahren nicht mehr so, was sie dann auch zum Rücktritt bewog. "Der Körper macht nicht mehr ganz mit. Spaß und Schmerz stimmen nicht mehr überein", erzählte die Sportlerin aus Schliersee. Drei Knieoperationen und ein Eingriff am Sprunggelenk in fünf Jahren haben Spuren hinterlassen. Die Schmerzen gingen auch in dieser Saison - mit drei zweiten Plätzen im Weltcup Lochs bester - nicht weg. "Es zehrt sehr an den Nerven, wenn man im Training nur wenige Läufe machen kann", berichtete Loch.

Insgesamt neun Athleten schickt Snowboard Germany beim ersten Weltcup in Berchtesgaden nach 17 Jahren Pause ins Rennen. Berchtesgaden war als Ersatz für Winterberg eingesprungen. "Es ist angerichtet", sagte Verbandschef Hanns Michael Hölz und freut sich, dass der Weltcup "an die Wiege des Snowboardsports in Deutschland zurückkommt."