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Brandt-Knaller überrascht Jarstein

BVB holt Pflichtsieg gegen Hertha - Entwarnung bei BVB-Duo

13.03.2021 22:30
Der BVB bejubelt den Sieg über Hertha BSC
© Edith Geuppert
Der BVB bejubelt den Sieg über Hertha BSC

Borussia Dortmund macht Druck für die erneute Champions-League-Qualifikation. Gegen Hertha BSC gab es ein 2:0.

Unglücksrabe Rune Jarstein trottete enttäuscht ins Tor, schnappte sich seine Trinkflasche und unterhielt sich danach angeregt mit seinem Landsmann Erling Haaland. Die spielentscheidende Szene in der 55. Minute dürfte dabei auch Thema gewesen sein. Jarstein ließ einen Flatter-Fernschuss von Julian Brandt passieren und leitete mit seinem Bock die 0:2 (0:0)-Niederlage von Hertha BSC bei Borussia Dortmund ein.

"Rune hat gesagt, es war eine Windböe. Er hat uns in der ersten Halbzeit und in den Spielen davor den Arsch gerettet", nahm Niklas Stark seinen norwegischen Torhüter bei "Sky" in Schutz.

Am Sonntag droht den Berlinern der Sturz auf Rang 16, der letzte Auswärtssieg ist mehr als vier Monate her. Zudem sah Vladímir Darida nach einem bösen Foul an Marco Reus, der danach verletzt ausgewechselt werden musste, die Rote Karte (80.). 

"Er wirkte gerade schon sehr gut und optimistisch", gab Dortmund-Coach Edin Terzic Entwarnung nach dem Spiel. Auch Mats Hummels verließ in der 58. Minute den Platz - wegen Kniebeschwerden. Er sei bei beiden guter Dinge, dass sie ab Dienstag wieder trainieren können, sagte Terzic.

Durch den Sieg macht der BVB nun Druck für die erneute Champions-League-Qualifikation. "Geduld war das Schlüsselwort. Am Ende haben wir verdient gewonnen", sagte Emre Can. Den Sieg machte der eingewechselte Youngster Youssoufa Moukoko (90.+1) mit seinem dritten Saisontor klar. Der Rückstand auf Rang vier beträgt damit zumindest bis zum Sonntag nur noch einen Punkt.

Hertha macht dem BVB das Leben schwer

Terzic ließ den Startelf-Rückkehrer Brandt das Offensivspiel zentral in der Dreierkette aufziehen, Kapitän Reus kam über die rechte Seite und vergab mit einem Volley auch die erste Chance (12.). Vorne lauerte Erling Haaland meist vergeblich auf den Ball.

Hertha-Coach Pál Dárdai hatte angekündigt, auf dem im Vergleich zum heimischen Olympiastadion edlen Rasen auch vernünftigen Fußball spielen zu lassen. Dafür hätte es allerdings regelmäßigen Ballbesitzes bedurft - der war selten vorhanden. Die Hertha rannte hinterher. Reus setzte einen Freistoß auf die Latte (18.).

Einigeln, aber keine Stacheln ausfahren: Die Berliner lebten gefährlich. Als der Ball mal nicht bereits an der Mittellinie verloren ging, gab es zumindest einen Kopfball von Krzysztof Piatek - allerdings aus Abseitsposition (24.).

BVB-Star Brand überrascht Jarstein

Die Hertha kämpfte sich aber ins Spiel, Deyovaisio Zeefuik bekam aus BVB-Sicht rechts zu viel Platz. Von hinten mahnte Jarstein mit lauter Stimme zur Ruhe, er lenkte auch einen Schuss von Jude Bellingham (34.) sehr stark zur Ecke. Haaland, beim 5:2 im Hinspiel Vierfach-Torschütze, hatte bis weit in die zweite Hälfte hinein keine Szene.


Mehr dazu: Noten: Wenig Licht beim BVB, jede Menge Fünfer für Hertha


Bei eisigem Wind flatterte Brandts Fernschuss dann am völlig verdutzten Jarstein vorbei ins Tor. Kurz danach fälschte Vladmir Darida eine Flanke des auffälligen BVB-Nationalspielers Mahmoud Dahoud an die eigene Querlatte ab (61.).

Dárdai erhöhte das Risiko mit der Einwechslung von Dodi Lukebakio und Mathew Leckie. Gute Torszenen brachte der Hertha aber auch dies nicht ein. Dortmund ging auf das 2:0, musste aber zumindest noch zittern - auch weil Jarstein gegen Can stark parierte (77.). Giovanni Reyna traf zudem nur den Pfosten (89.), dann kam Moukoko.

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