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Gislason muss liefern: "Druck bin ich gewohnt"

09.03.2021 14:22
Alfred Gislason steht mit der Handball-Nationalmannschaft unter Druck
© MATHIAS BERGELD via www.imago-images.de
Alfred Gislason steht mit der Handball-Nationalmannschaft unter Druck

Alfred Gislason und sein Team stehen in der Olympia-Qualifikation mächtig unter Druck. Ein Jahr nach seinem Amtsantritt muss der Bundestrainer nun liefern.

Das Ticket für Tokio ist für die deutschen Handballer absolute Pflicht - doch Druck? Bei dieser Frage kann Alfred Gislason nur müde lächeln. "Druck bin ich gewohnt", sagt der Bundestrainer. Fast sein ganzes Leben habe er damit umgehen müssen. "Man wird abhängig davon und genießt es mit der Zeit."

Natürlich werden die Augen bei der Olympia-Qualifikation am Wochenende in Berlin auf Gislason gerichtet sein. Auf jenen Trainer, den der Deutsche Handballbund (DHB) vor gut einem Jahr vor allem aus einem Grund verpflichtet hat: Den Erfolg bei den Olympischen Spielen. Und um überhaupt eine Chance auf diesen Erfolg zu haben, muss Gislason mit dem DHB-Team nun liefern.

Schon das Auftaktspiel am Freitag gegen Vizeweltmeister Schweden hat es in sich, es folgt die nicht minder kniffelige Aufgabe gegen den EM-Vierten Slowenien. Zum Abschluss am Sonntag geht es gegen Außenseiter Algerien. Nur der Erst- und Zweitplatzierte sind bei Olympia dabei.

Handball-Nationalmannschaft: "Soweit alle Spieler an Bord"

"Wir haben soweit alle Spieler an Bord und daher überwiegt die Vorfreude aufs Wochenende, auch wenn da eine sehr schwere Aufgabe vor uns liegt", sagt Gislason. Bange machen gilt nicht - schon gar nicht beim Isländer.

Gislason ist seit Jahren einer der ganz großen Namen des Welthandballs. Ein Mann der Titel und Triumphe, der mit dem THW Kiel über Jahre hinweg alles gewonnen hat, was es im Handball zu gewinnen gibt. Es gibt kaum eine sportliche Schlacht, die der 61-Jährige nicht geschlagen hat. Und das soll den deutschen Handballern nun zugute kommen.

Auch wenn es mit Gislason keine Garantie für Erfolg gibt - mit seiner Inthronisierung anstelle des in großen Spielen glücklosen Christian Prokop wollten die DHB-Vorderen den Erfolg zumindest wahrscheinlicher machen. Gislason war die ganz große Lösung.

Coronavirus bremst Alfred Gislason und Co. aus

Bislang ging diese Rechnung im Verband nicht auf, was weniger an Gislason als an der weltweiten Pandemie liegt. Der Coach wurde gleich nach seinem Amtsantritt vom Coronavirus arg ausgebremst. Erst wurden die Olympischen Spiele samt Quali um ein Jahr verschoben, dann verzichteten zahlreiche Stars auf ihre WM-Teilnahme im Januar.

Die deutsche Mannschaft zeigte sich in Ägypten zwar phasenweise verbessert, doch in den Schlüsselmomenten fehlte es ihr schlicht an handballerischer Klasse. Am Ende stand mit Rang 12 die schlechteste WM-Platzierung in der Historie.

Umso mehr ist Gislason dieser Tage in Berlin gefordert. "Ich habe Vertrauen in die Mannschaft", sagt der Coach, der endlich auf seine Bestbesetzung zurückgreifen kann. Er strahlt Zuversicht aus. Mit Druck kann Gislason bestens umgehen.

Olympische Spiele, Männer Olympische Spiele, Männer

1. Spieltag

Spielplan
Tabelle
    Gruppe A
    #MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
    1ArgentinienArgentinienArgentinien00000:000
    1BrasilienBrasilienBrasilien00000:000
    1DeutschlandDeutschlandDeutschland00000:000
    1FrankreichFrankreichFrankreich00000:000
    1NorwegenNorwegenNorwegen00000:000
    1SpanienSpanienSpanien00000:000
    • Viertelfinale
    Gruppe B
    #MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
    1ÄgyptenÄgyptenÄgypten00000:000
    1BahrainBahrainBahrain00000:000
    1DänemarkDänemarkDänemark00000:000
    1JapanJapanJapan00000:000
    1PortugalPortugalPortugal00000:000
    1SchwedenSchwedenSchweden00000:000
    • Viertelfinale