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Wechsel-Gerüchte bewusst lanciert?

Causa Bobic: Hertha-Boss widerspricht Insider-Enthüllung

06.03.2021 15:40
Fredi Bobic wechselt wohl von Eintracht Frankfurt zu Hertha BSC
© Jan Huebner via www.imago-images.de
Fredi Bobic wechselt wohl von Eintracht Frankfurt zu Hertha BSC

Der Poker um die Zukunft von Fredi Bobic sorgt weiter für Wirbel: Womöglich hat Hertha BSC die Nachricht über den bevorstehenden Abgang des Sportvorstands von Eintracht Frankfurt bewusst lanciert. Der neue Geschäftsführer Carsten Schmidt äußerte sich inzwischen zu den Gerüchten.

Von der Traumehe zur schmutzigen Scheidung - und das binnen weniger Tage: So lässt sich die Entwicklung der Beziehung von Fredi Bobic zu Eintracht Frankfurt derzeit wohl am besten beschreiben.

Nachdem es bereits länger Gerüchte um einen möglichen Abschied des Sportvorstands von den Hessen und einen Wechsel zu Hertha BSC gab, ließ der Ex-Profi selbst am Dienstag im TV die Bombe platzen.

Gegenüber der "ARD" behauptete Bobic, sein Abgang aus Frankfurt sei in trockenen Tüchern und die Eintracht bereits auf diesen vorbereitet.

Prompt widersprachen die Verantwortlichen der Hessen ihrem vertraglich bis 2023 gebundenen Erfolgsmanager via "kicker". Bobic habe noch im Oktober 2020 versichert, den Klub nur im Falle des Angebots eines Spitzenklubs zu verlassen. Konkreter sei über einen Wechsel nie kommuniziert worden.

Lancierte Hertha BSC die Bobic-Gerüchte?

Es steht in der undurchsichtigen Personalie aktuell also Aussage gegen Aussage. Welche Version der beiden offensichtlich zutiefst zerstrittenen Parteien der Wahrheit entspricht, ist nicht klar.

Pikant: Die Gerüchte über Bobics nahenden Abgang aus Berlin, die schon vor dem "ARD"-Interview in der vergangenen Woche zuerst beim TV-Sender "Sky" vermeldet wurden, soll Hertha womöglich selbst durchgesteckt haben. Das berichtet das Portal "Spox" unter Berufung auf namentlich nicht genannte Insider.

Diese vermuteten, die Hertha-Führung habe die Informationen lanciert, um von der eigenen sportlichen Krise mit neun sieglosen Spielen in Folge abzulenken, heißt es.

Diese Meldung dementierte Hertha-Boss Carsten Schmidt am Samstag gegenüber "Sky". "Da ist nichts dran. Ich kann deutlich sagen, dass wir uns hier mit Personalfragen überhaupt nicht beschäftigen. Wir haben ganz andere Aufgaben, gerade im sportlichen Bereich", sagte der ehemalige "Sky"-Chef.

Hertha BSC: Carsten Schmidt "gar nicht weit mit Fredi Bobic"

Er sei "gar nicht weit mit Fredi Bobic, weil ich gar nicht das Mandat habe, mit einem zukünftigen Sportmanager Gespräche zu führen, und ich habe auch keine Gespräche mit niemanden geführt", so Schmidt.

Laut Schmidt gibt es bei den Berlinern trotz der sportlichen Krise noch keine Planungen für ein Abstiegsszenario. "Wir konzentrieren uns voll auf das Gewinnen von Fußballspielen. Der Zeitpunkt ist bei Weitem noch nicht gekommen. Wir haben alles in der eigenen Hand", sagte Schmidt.

"Ich weiß um die Möglichkeiten, die diese Mannschaft in der Qualität auch hat. Von daher stellt sich das Thema 2. Liga planerisch heute auch nicht. Aber ich habe auch für mich selber das Szenario im Hinterkopf und wir werden rechtzeitig, wenn es sein muss, darauf vorbereitet sein", sagte der 57-Jährige.

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