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Mercedes-Teamchef grundsätzlich offen für Experimente

"Show und Hollywood": Wolff klar gegen "Reverse-Grid"

06.03.2021 09:34

Mercedes hat die Idee eines Sprintrennens samt "Reverse-Grid" schon im Vorjahr abgelehnt - und Toto Wolff bleibt bei dieser Position. Das habe in der Formel 1 nichts verloren, meint der Österreicher. Der Mercedes-Teamchef kann sich aber grundsätzlich mit kürzeren Rennen am Samstag anfreunden.

"Reverse-Grids haben keinen Platz in einem Sport, der auf dem Kräftemessen und dem Wettkampf im eigentlichen Sinne basiert", findet Wolff klare Worte. Schon im Vorjahr stimmte sein Team gegen die Einführung von Sprintrennen mit gestürzter Startreihenfolge (nach dem WM-Stand).

Die Weltmeister hätten bei Einführung dieses Systems den größten Nachteil, als WM-Führende wären die beiden Mercedes-Piloten aus der letzten Reihe ins Sprintrennen gestartet. Daher hat sich das Team auch klar gegen diesen Vorschlag gestellt.

Warum Mercedes weiterhin gegen "Reverse-Grid" ist

"Wir sind Unterhaltung, aber in dem Moment, in dem wir in Show und Hollywood abrutschen, verliert man als Sport insgesamt viel an Glaubwürdigkeit", fügt Wolff hinzu. Er warnte schon im Vorjahr vor künstlichen Gimmicks, die den sportlichen Wettkampf unnötig verzerren würden.

Die Formel 1 sei eine Leistungsgesellschaft, der beste Fahrer solle im besten Auto auch die größten Chancen auf den Sieg haben - so die Argumentation von Mercedes. "Deshalb ist nicht jede Entscheidung, die den Unterhaltungsfaktor erhöht, für die Formel 1 richtig."

Nach dieser ersten Ablehnung hat die Formel-1-Kommission Anfang Februar einem neuen Vorschlag grundsätzlich zugestimmt: Sprintrennen sollen an drei Rennwochenende in der Saison 2021 ausprobiert werden - konkret in Monza, Montreal und Interlagos.

Einziger Unterschied: Die Startreihenfolge soll nicht im Reverse-Grid-Modus festgelegt werden, sondern durch ein Qualifying am Freitagnachmittag. Dieser Idee kann Wolff durchaus etwas abgewinnen: "Sprintrennen sind ein interessantes Format."

Nachsatz: "Ich glaube, dass wir dieses Experiment durchführen müssen. Ich habe das schon in anderen Rennserien gesehen, wie der DTM." Die Tourenwagen-Meisterschaft habe ihre Zuschauerzahlen dank der Samstagsrennen fast "verdoppeln" können, berichtet der Wiener.

Er sieht daher auch für die Formel 1 das Potenzial, Sprintrennen zu monetisieren. Sollte es gelingen, diese zusätzlichen Entscheidungen durchzuführen, ohne eine "Fake-Show" zu kreieren, dann sollte man das Wagnis eingehen, findet Wolff.

Warum Mercedes an der Sprint-Idee zweifelt

Aber: "Ich bin nicht sicher, ob uns das Ergebnis gefallen wird", fügt er hinzu.

Denn: "Ein Sprintrennen birgt immer das Risiko von Schäden, die kostspielig sein können und einen großen Einfluss auf die Startaufstellung am Sonntag und die Leistungsfähigkeit haben. Sicherlich wird es auch für Kontroversen sorgen."

Wolff bekräftigt dennoch: "Wenn wir es für drei Rennen im Jahr 2021 im richtigen Rahmen ausprobieren, sind wir dafür bereit."

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