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App gehackt: Launch des FW43B von Panne überschattet

Als vorletztes Team: Williams präsentiert neuen Boliden

05.03.2021 15:11
Der neue Williams FW43B hat eine optische Überarbeitung erfahren
© unknown
Der neue Williams FW43B hat eine optische Überarbeitung erfahren

Als Abschluss einer langen Launchwoche in der Formel 1 hat nun auch Williams sein neues Auto für die Saison 2021 vorgestellt, den FW43B.

Eigentlich hatte der Rennstall vor, den neuen Boliden über eine neue Augmented-Reality-App als 3D-Modell in das Wohnzimmer der Fans zu bringen, doch gut eine Stunde vor dem Launch musste Williams dieses Vorhaben absagen.

"Weil die App leider vor dem Launch gehackt wurde, wird das nicht mehr möglich sein", teilte Williams kurz vor der Präsentation mit. "Wir haben die App daher aus dem Apple-Store und dem Android-Play-Store entfernt."

"Echt schade. Ich habe die App gesehen und es wäre eine echt geile Erfahrung für euch geworden", ärgert sich auch Stammpilot George Russell über die Panne. "Wer immer das gemacht hat: nicht cool!"

Das Auto

Bereits am Vortag waren geleakte Bilder des neuen Boliden durch das Internet gewandert. Diese erwiesen sich nun als wahr: Der FW43B besticht durch ein überarbeitetes Design, bei dem jedoch immer noch die Farbe Blau im Vordergrund steht - und zwar in mehreren Nuancen, in denen am Heck auch das Williams-Logo eingearbeitet wurde. Zudem besitzt das Fahrzeug eine weiße Nase und weitere gelbe Akzente.

"Wir haben eine frische neue Lackierung für unser Auto 2021 erschaffen. Eine, die unsere unglaubliche Vergangenheit anerkennt und den Geist, den Antrieb und die Motivation bewahrt, die im Herzen der Williams-DNA liegen, und die gleichzeitig auf die Zukunft schaut und auf unser langfristiges Ziel hinweist, wieder an die Spitze zu kommen", erklärt Geschäftsführer Jost Capito.

Wie alle anderen Fahrzeuge im Feld auch ist das Auto nur eine strikte Weiterentwicklung des Vorjahreswagens - dementsprechend auch der Name 43B. Wie in den vergangenen Jahren auch setzt man weiter auf Antriebe von Mercedes.

Sportlich möchte Williams 2021 endlich aus dem ganz großen Tal herauskommen. Seit drei Jahren fährt der einstige Erfolgsrennstall dem Feld hinterher und konnte in diesem Zeitraum lediglich in drei Rennen punkten. Die Vorsaison beendete Williams sogar erstmals ohne einen einzigen Zähler.

Die Rote Laterne möchte man in diesem Jahr abgeben. Das könnte durchaus realistisch sein, weil Hauptkonkurrent Haas auf große Weiterentwicklungen verzichtet und nicht einmal seine beiden Token ausgegeben hat. Somit könnten kleinere Sprünge schon reichen, um 2021 nicht mehr Letzter zu werden.

Die Fahrer

Die große Hoffnung des Teams heißt auch in der bevorstehenden Saison George Russell. Der hochtalentierte Brite geht in sein mittlerweile drittes - und womöglich auch letztes - Jahr mit Williams und möchte endlich seine ersten Punkte mit dem Rennstall einfahren. Persönlich hatte er dieses Ziel bereits 2021 in Bahrain erreicht, als er als Ersatz von Lewis Hamilton aufhorchen ließ.

Gerüchte über einen sofortigen Wechsel zu den Silberpfeilen bewahrheiteten sich nicht, sodass der Brite ein weiteres Jahr wohl weit hinten im Feld fahren muss. Bislang hat er aber trotz aller Misserfolge zu seinem Team gehalten.

Teamkollege Nicholas Latifi geht in seine zweite Saison in der Formel 1 und muss sich steigern. Insbesondere im Qualifying wurde der Kanadier von Russell demontiert und verlor das Duell zu null. Allerdings hätte er die Saison dank dreier elfter Plätze wohl vor diesem beendet, wenn dieser nicht ein Rennen für Mercedes hätte bestreiten dürfen.

Das Team

Die größte Veränderung zum Launch im Vorjahr ist jedoch eindeutig in der Management-Ebene zu finden. Die Williams-Familie um Frank und Claire Williams hat das Geschäft nach dem Monza-Grand-Prix 2020 an Dorilton Capital abgegeben und sich komplett zurückgezogen. Zwar ist der traditionsreiche Name geblieben, eine Verbindung besteht jedoch nicht mehr.

Mit Jost Capito hat man einen bekannten Namen mit an Bord geholt. Der ehemalige Verantwortliche von McLaren und dem Motorsport-Programm von Volkswagen ist neuer Geschäftsführer. Ihm unterstellt ist Simon Roberts, der die Rolle des Teamchefs nun auch dauerhaft ausführen darf, nachdem er im Vorjahr nur übergangsweise eingesprungen war.

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