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Kramers Kampf gegen die Fan-Zweifel

06.03.2021 15:29
Der neue Trainer von Arminia Bielefeld, Frank Kramer
© GEPA pictures/ Mathias Mandl via www.imago-images.
Der neue Trainer von Arminia Bielefeld, Frank Kramer

Die erste Empörungswelle ist verebbt, die Skepsis aber geblieben. Frank Kramer tritt bei Arminia Bielefeld ein schweres Erbe an.

Weil sein Vorgänger Uwe Neuhaus die Gunst der Fans genoss, steht sein Nachfolger bei seinem Doppelpack-Debüt in der Fußball-Bundesliga daheim gegen Union Berlin am Sonntag (18:00 Uhr) und drei Tage später Werder Bremen unter kritischer Beobachtung. Siege könnten helfen, die Zweifel zu vertreiben.

"Ich respektiere die Reaktionen und werde versuchen, es durch harte Arbeit in die richtigen Bahnen zu lenken. Und ich bin zu tausend Prozent sicher, dass wir uns die Akzeptanz erarbeiten werden", kommentierte Kramer schon bei seinem Amtsantritt.

Im Wissen um die gereizte Stimmung bei den Fans ließ die Vereinsführung zuletzt keine Gelegenheit ungenutzt, um für ihren mutigen Schritt zu werben.

Doch angesichts der kniffligen Ausgangslage scheint wenig Zeit, um Energien auf Nebenschauplätzen zu vergeuden. Denn nach zuletzt nur einem Punkt und 17 Gegentoren in den vergangenen fünf Spielen ist die Abstiegsgefahr gewachsen. Durch das 0:0 der Mainzer auf Schalke am Freitagabend rutschte die Arminia auf den vorletzten Tabellenplatz.

Dennoch ist Kramer von der Qualität des Teams überzeugt. "Ich habe eine absolut intakte Mannschaft übernommen", sagte der 48-Jährige mit Verweis auf die positiven Eindrücke in seinen ersten Trainingstagen.

Frank Kramers Rückkehr in den Profi-Fußball

Für Kramer ist es eine Rückkehr in den Profi-Fußball seit mehr als fünf Jahren. Nach seiner glücklosen Zeit bei Fortuna Düsseldorf, die im November 2015 zu Ende ging, coachte er sowohl beim DFB als auch in Salzburg ausnahmslos Junioren-Teams. "Je länger der Anlauf ist, desto größer ist die Vorfreude und je größer ist auch die Wucht beim Aufprall. Deshalb freue ich mich wahnsinnig auf Sonntag. Es ist Bundesliga - das Höchste der Gefühle", kommentierte er.

Damit es auch Bundesliga bleibt, sollen die beiden Heimspiele gegen die "Eisernen" und drei Tage später gegen Bremen den Bielefeldern auf einen Nichtabstiegsplatz verhelfen. "Es geht darum, möglichst viele Siege einzufahren, und das fängt gegen Union an. Für uns ist jede Treppenstufe wichtig, und wenn wir sie auslassen, kommen wir nicht weiter", sagte der Coach. Vor allem eine größere defensive Stabilität könnte nach seiner Einschätzung zum Klassenverbleib beitragen: "Wir wollen die hohe Zahl an Gegentreffern mit sehr disziplinierter Abwehrarbeit stoppen. Das fängt vorne an."

Keine großen personellen Änderungen geplant

Einen großen Umbau der Startelf plant der Coach, der bis auf Cebio Soukou über alle Profis verfügen kann, vorerst nicht: "Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass man auf dem Fundament aufbaut. Es gibt keinen Grund, alles über den Haufen zu schmeißen."

Es könnte ein Vorteil sein, dass auch der Gegner viel von seinem Anfangsschwung verloren hat und nur eines seiner letzten sieben Bundesligaspiele gewann. Zudem hat die Arminia mit den Berlinern noch eine Rechnung offen. Schließlich gelang den "Eisernen" beim 5:0 im Hinspiel der bisher höchste Bundesliga-Sieg.

Nicht nur deshalb ist der Respekt von Kramer vor dem Tabellensiebten groß: "Union hat eine sehr robuste Mannschaft mit körperlicher Wucht, die zielgerichtet und ohne viel Schnickschnack Fußball spielt."

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