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Nebel und Schneefall: Abfahrt in Saalbach abgebrochen

05.03.2021 13:05
Andreas Sander durfte am Freitag in Saalbach-Hinterglemm nicht den Berg hinunterfahren
© Eibner-Pressefoto/EXPA/Groder via www.imago-images
Andreas Sander durfte am Freitag in Saalbach-Hinterglemm nicht den Berg hinunterfahren

Die erste von zwei Weltcup-Abfahrten in Saalbach-Hinterglemm fällt der Witterung zum Opfer. Auch der Einsatz des WM-Zweiten Andreas Sander bringt nichts.

Andreas Sander stand im Starthaus und blickte skeptisch hinaus. Der Nebel wollte sich nicht verziehen, doch weil es zusätzlich stark schneite am Zwölferkogel in Saalbach, wies der WM-Zweite die Rutschkommandos an, die Piste anständig freizuräumen.

Sander hätte sich seinen Einsatz freilich sparen können: Die erste von zwei Weltcup-Abfahrten im WM-Ort von 2025 wurde nach neun Startern wegen der Witterungsbedingungen erst unter- und später abgebrochen - der Westfale hätte als Elfter starten sollen.

Zum Zeitpunkt der Absage führte Dominik Paris aus Südtirol vor Weltmeister Vincent Kriechmayr aus Olympiasieger Matthias Mayer (beide Österreich). Doch schon da war klar, dass die Bedingungen kein faires Rennen mehr zulassen würden: Der Schweizer Beat Feuz, der kurz nach dem Führungstrio als Siebter auf die Strecke ging, hatte bedingt durch den Niederschlag und die feuchte Strecke gewaltigen Rückstand. Zwei Läufer später entschied sich die Jury zur Unterbrechung, 70 Minuten später dann zum Abbruch.

Paris: "Im Mittelteil eine Katastrophe"

"Es war schwierig. Es wurde richtig klebrig auf der Piste. Es hat sich so angefühlt, dass gar nichts weitergeht", sagte Feuz, der zuvor mit 1,03 Sekunden auf Paris ins Ziel gekommen war. Doch schon zuvor hatte der Schnee vor allem im mittleren Abschnitt der Strecke die Fahrer stark gebremst, auch den Führenden. "Im Gleitteil im Mittelteil war es von der Geschwindigkeit eine Katastrophe", sagte Paris und betonte: "Da hat es so gepickt", also geklebt.

Die Jury um FIS-Renndirektor Markus Waldner hoffte noch auf Wetterbesserung, die Wiederaufnahme des Rennens wurde zunächst für 12:30 Uhr angekündigt, aber da war die Strecke längst nicht bereit: "Wir brauchen noch zumindest 30 Minuten zum Putzen, wenn der Nebel weggeht. Im Moment ist da viel Arbeit", sagte Waldner und verschob den Start auf 13:15 Uhr. So weit kam es aber nicht: Kurz vor 13:00 Uhr erfolgte die endgültige Absage. "Im Sinne der Fairness auf jeden Fall die richtige Entscheidung", sagte Kriechmayr.

Die Abfahrt am Freitag hatte schon zuvor unter keinem guten Stern gestanden. Das Rennen war zunächst für Wengen geplant gewesen, wurde dort aber wegen der Corona-Pandemie ebenso abgesagt wie kurz darauf am Ersatzort Kitzbühel. Die für Samstag (11:00 Uhr) geplante zweite Abfahrt in Saalbach, die zunächst im norwegischen Kvitfjell hätte stattfinden sollen, scheint aber gesichert: Für das Wochenende ist eine Wetterbesserung angekündigt.

Saalbach-Hinterglemm 2020/2021 (Ersatz Kvitfjell/Wengen)