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"Bin nicht glücklich mit der Situation"

Todt zählt Mazepin an: "Gibt ernsthafte Konsequenzen"

05.03.2021 08:48

Schumacher-Teamkollege Nikita Mazepin ist und bleibt eins der größten Gesprächsthemen der Formel 1. Auch FIA-Präsident Jean Todt hat sich mittlerweile zu dem jungen Russen geäußert und wenig Zweifel daran gelassen, dass auch er den Königsklassen-Einstieg des 22-Jährigen mit gemischten Gefühlen betrachtet.

Dass sich Nikita Mazepin das Recht erarbeitet hat, in der Formel 1 an den Start zu gehen, steht aus sportlichen Gesichtspunkten für FIA-Boss Jean Todt außer Frage.

"Um in der Formel 1 zu fahren, braucht man eine Superlizenz. Und es ist nicht einfach eine Superlizenz zu bekommen, weil man 40 Punkte braucht. Jeder, der diese 40 Punkte hat, darf in der Formel 1 starten. Und Mazepin hat die Punkte", erklärte Todt die Sachlage im Interview mit der "Cambridge Union Society" nüchtern.

Da der Russe die sportlichen Kriterien für einen Start in der Königsklasse erfüllt hat, wäre es "diskriminierend", ihn nicht starten zu lassen, sagte Todt: "Warum sollte er nicht in der Formel 1 fahren? Der einzige Grund wäre eine fehlende Superlizenz, was hier aber nicht der Fall ist."

Jean Todt: Mazepin drohen "ernsthafte Konsequenzen"

Da der Fall Mazepin aber längst nicht mehr nur sportlicher Natur ist, sieht auch Jean Todt den Einstieg des Milliardärssohns mit gemischten Gefühlen. "Um ganz ehrlich zu sein: Ich bin nicht glücklich mit der Situation", sagte der Franzose mit Blick auf das Skandal-Video des Russen, auf dem zu sehen ist, wie er eine junge Frau sexuell belästigt.

Dass ein weiterer Vorfall dieser Art womöglich das Formel-1-Aus für Mazepin bedeuten würde, stellte Todt unmissverständlich klar: "Er hat die Warnung bekommen: Wenn so etwas wieder passiert, wird es ernsthafte Konsequenzen geben."

Warum die FIA den 22-Jährigen nicht schon aus der Königsklasse geworfen hat und Mazepin eine zweite Chance gibt? "Es war etwas, das in seinem privaten Leben passiert ist. Leider hat er der Angelegenheit nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt. Ich hoffe einfach, dass er daraus gelernt hat", sagte der Chef des Welt-Automobilverbandes.  

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