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Aston Martin stellt Boliden vor

Vettel freut sich auf den Mercedes im Heck

03.03.2021 18:41

In ungewohntem Grün präsentiert sich Sebastian Vettel kurz vor dem Auftakt in die neue Formel-1-Saison. Ferrari ist Geschichte, die Gegenwart heißt Aston Martin - und sein neuer Dienstwagen gefällt nicht nur dem 33-Jährigen. Vettel weiß aber auch, dass das allein nichts wert ist.

Die neue Farbe, sie gefällt Sebastian Vettel. "Das Auto sieht fantastisch aus", sagte der Formel-1-Pilot im exklusiven Interview mit "RTL/ntv", wenige Minuten nachdem Aston Martin seinen Dienstwagen für die Saison 2021 enthüllt hatte. Die britische Traditionsmarke setzt stilecht auf "British Racing Green", ein Dunkelgrün, das aus einer Zeit stammt, als sich die Farbe der Rennautos noch nach ihrer Herkunft richtete. "Die Rückkehr von Aston Martin in die Formel 1 markiert einen besonderen Punkt", sagte der 33-Jährige, hinter ihm der "AMR21". Allein, das weiß auch Vettel: "Leider wird der Look nicht belohnt."

Nach dem desaströsen Jahr 2020 im Ferrari, das für den deutschen Vierfach-Weltmeister abseits eines überraschenden dritten Platzes beim Großen Preis der Türkei fast durchweg Enttäuschungen bereithielt, wirkte dieser nun aufgeräumt und hoffnungsvoll, mit Aston Martin wieder regelmäßig um Punkte und Podien zu fahren. "Der Favorit ist Mercedes, erster Verfolger ist Red Bull", so Vettel: "Wenn wir uns dahinter einreihen können, wäre das ein großer Schritt."

Die Ambitionen sind also groß beim ehemaligen Racing-Point-Rennstall, der zwar unter neuem Namen und neuer Optik antritt, an die beeindruckenden Erfolge der Vorsaison aber anknüpfen möchte. Sergio Pérez hatte beim vorletzten Rennen in Bahrain den ersten Sieg der Teamgeschichte eingefahren, obwohl er zwischenzeitlich nach einem Crash ans Ende des Feldes zurückgefallen war. Aber "wir müssen uns trotzdem beweisen auf der Strecke", glaubt Vettel, der den Umstieg von Ferrari auf Aston Martin als "große Umstellung" begreift, da ein völlig "anderes Fahrgefühl" zu erwarten sei.

"Erstmal ein bisschen fahren"

In diese Umstellung einbegriffen ist allerdings auch der neue Motor - und damit der Wechsel vom zuletzt schwächsten Aggregat von Ferrari zum stärksten. Denn im Heck des Aston Martin steckt der Mercedes-Motor, mit dem das Werksteam um Seriensieger Lewis Hamilton seit 2013 die Formel 1 dominiert. Aber Vettel, ganz Realist, ließ dazu nur verlauten, er "kann noch nicht viel dazu sagen, ich bin ja noch nicht gefahren." Die ausführliche Chance auf erste Eindrücke ergibt sich vom 12. bis 14. März bei den Testfahrten in Bahrain, wo am 28. März (16 Uhr im ntv.de-Ticker) auch das erste Saisonrennen stattfindet.

Nach dem Desaster des vergangenen Jahres - als 13. war Vettel in der Fahrerwertung so schlecht wie nie zuvor - machte der 53-fache Grand-Prix-Sieger den Eindruck, dass ihm die neue Umgebung guttut. Er sprach von einem "intensiven Winter", der infolge seines Abschieds bei Ferrari von "vielen neuen Leuten, neuen Gesichtern" geprägt war. Das Fazit der ersten Monate bei Aston Martin: "Ich fühle mich sehr wohl."


Mehr dazu: So sehen die neuen Formel-1-Autos aus


Für Kontinuität in der Veränderung soll eine Tradition herhalten, die Vettel seit vielen Jahren pflegt: "Wir werden das Auto auf jeden Fall taufen", ihm also einen Namen geben. "Aber erstmal muss man ein bisschen fahren", erklärte er im Gespräch mit RTL/ntv, dass dafür noch etwas Zeit nötig sei. "Spätestens beim ersten Rennen gibts den Namen." Angesichts der kaum veränderten Regeln zur Vorsaison steht zu erwarten, dass Aston Martin regelmäßig das Mittelfeld anführt, vielleicht punktuell sogar Mercedes und Red Bull ärgert. Weshalb Vettel auf die Frage nach dem Saisonziel, zwar das ein "inoffiziell angestrebt" voranstellte, dann aber doch vom "dritten Platz" in der Konstrukteurswertung sprach.

Torben Siemer

© n-tv

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