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"Es muss an anderen Dingen liegen"

So will Teamchef Szafnauer das Beste aus Vettel herauskitzeln

03.03.2021 16:58

Kommt Sebastian Vettel bei Aston Martin wieder in Schwung? Diese Frage dürften sich vor der Saison 2021 viele stellen, nachdem sein Abschiedsjahr bei Ferrari mehr als durchwachsen war. Sein 13. Gesamtrang war der schlechteste seit seinem Debüt 2007, und mit 33 Punkten hatte er gerade so ein Drittel der Punkte von Teamkollege Charles Leclerc.

Doch Ferrari ist für den 33-Jährigen abgehakt: "Ich glaube, ich habe im vergangenen Jahr genug über die letzten Jahre gesprochen, über die Herausforderungen, über die Schwierigkeiten, aber auch das Angenehme und die guten Zeiten", sagt Vettel. "Aber das liegt jetzt hinter mir, und ich freue mich auf das, was kommt."

Der viermalige Weltmeister begeht in Silverstone einen echten Neustart und kann noch einmal von vorne anfangen. Häufig wurde im vergangenen Jahr darüber gesprochen, dass Vettel bei Ferrari das Vertrauen gefehlt hat und dass dies auch zu seinem Leistungsabfall geführt habe.

Sein neuer Teamchef Otmar Szafnauer glaubt jedoch, dass Aston Martin wieder das Beste aus ihm herausholen kann, indem man "einen Arm um seine Schulter" legt. "Ich habe immer gesagt, dass man mit 33 Jahren nicht vergisst, wie man ein Formel-1-Auto schnell fahren kann", sagt er. "Es muss an anderen Dingen liegen. Und wir arbeiten unermüdlich daran, dass solche Dinge bei uns nicht auftreten."

Szafnauer: Beide Fahrer gleich behandelt

Dass man den Arm um Vettel Schulter legt, bedeutet für Szafnauer auf die Wünsche und Bedürfnisse seines Piloten zu hören. "Wir werden hart arbeiten, um sicherzustellen, dass das Auto und das Set-up so sind, wie er es haben möchte."

Zwar will man bei Aston Martin natürlich auch auf die Bedürfnisse von Lance Stroll eingehen, solange man aber beide Fahrer gleich behandele, sei das alles, was Vettel braucht, so Szafnauer. "Und wenn er dann das Auto nicht überfährt, dann werden wir definitiv das Beste aus ihm herausbekommen."

Trotzdem sieht Szafnauer auch Stroll nicht chancenlos im Duell mit Vettel, obwohl der Kanadier das Teamduell mit Sergio Pérez zwei Jahre lang klar verloren hat. Sollte er aber sein "A-Game" auspacken, dann könne Stroll es schaffen: "Hat er die Mittel dazu? Absolut", so der Teamchef. "Aber es wird eine Menge harter Arbeit benötigen. Und Seb wird sicher auch versuchen, ihn zu schlagen."

Gute Vertrauensbasis zwischen Fahrer und Teamchef

Mit Szafnauer bekommt Vettel nun einen Teamchef, mit dem er sich schon seit längerem gut versteht. "Ich kenne Seb schon mehr als 20 Jahre", sagt der Brite. "Er ist schon recht lange ein guter Freund. Und ich kenne auch seine Eltern schon eine ganze Weile."

Für Vettel selbst hilft das natürlich, eine gute Vertrauensbasis zu haben, wenn er in ein neues Team kommt. Der Deutsche schätzt die Arbeit von Szafnauer und kann nun auch selbst von ihr profitieren. "Ihm ist das Team sehr wichtig, und das ist das Oberste. Er stellt sich vor seine Leute - nicht nur weil es gut ankommt, sondern aus innerer Überzeugung", sagt Vettel.

Mehr dazu: Das sind die neuen Formel-1-Autos

"Er ist lange dabei und lebt dieses Team. Das habe ich so kennengelernt. Er kennt jeden und jeder im Team kennt ihn. Es herrscht sehr viel Respekt, aber trotzdem große Nähe, sodass man vernünftig miteinander umgehen kann", lobt er seinen neuen Chef. "Otmar ist sehr fähig und macht einen guten Eindruck. Und so wie es bei mir ankommt, kommt es auch bei anderen an."

Vettel: Alle sind offen und freundlich

Jetzt geht es für ihn aber auch darum, die anderen Mitarbeiter von Aston Martin kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen. In der aktuellen globalen Situation ist das nicht so ganz einfach, wie er sagt. Zwar arbeitet ein Teil der Mitarbeiter von der Fabrik aus, viele sitzen aber auch zuhause im Home-Office.

"Alle Gesichter auf einmal zu treffen, ist nicht so leicht. Es wird da noch etwas dauern. Den Großteil habe ich aber kennengelernt und komme sehr gut mit den Leuten aus. Alle sind sehr offen und sehr freundlich", so Vettel über den ersten Eindruck.

"Ich glaube, es gibt wie immer von Team zu Team große Unterschiede und Dinge, die für mich neu sind und die ich noch dazulernen muss. Letzten Endes stehen wir noch ganz am Anfang. Ich bin noch keinen Meter gefahren, von daher ist es schwer, viel mehr dazu zu sagen", so der Deutsche. "Aber ich freue mich auch darauf, dass es losgeht."

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