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Nabil Bentaleb lästert, Christian Gross irritierte

Interna enthüllt: So kaputt ist der FC Schalke 04

03.03.2021 08:14

Mit Dimitrios Grammozis hat der FC Schalke 04 am Dienstagabend den fünften Trainer der laufenden Saison vorgestellt. Vor dem 42-Jährigen liegt eine Herkulesaufgabe, denn laut einem Bericht ist das Schalker Team noch kaputter als gedacht. Auch Grammozis-Vorgänger Christian Gross bekommt sein Fett weg.

Nach Informationen der "Sport Bild" gibt es seit Monaten keinen Zusammenhalt mehr in der Mannschaft der Königsblauen. Ein Miteinander fehlt, gemeinsame Aktivitäten - selbst unter Beachtung der Hygienevorschriften - sucht man vergebens. 

Hinzu kommen Spieler, die ihr eigenes Wohl über das des Teams stellen. So soll Nabil Bentaleb im Freundes- und Bekanntenkreis angeblich derart abwertend über Schalke gesprochen haben, "dass man sich fragt, wie er für diesen Klub überhaupt noch auflaufen kann", schreibt das Blatt. 

Andere Profis, deren Namen nicht genannt werden, sollen aufgrund ihrer Verletzungen - verursacht durch schlechte Trainings- und Belastungssteuerung - frustriert gewesen sein und werfen dies dem Verein hinter vorgehaltener Hand vor.

Einige wenige, die noch etwas erreichen wollten, wie Mark Uth oder Ozan Kabak, seien in dieser Gemengelage machtlos. Letztgenannter habe nach der 0:2-Pleite gegen den SC Freiburg am 12. Spieltag vor lauter Belastung weinend in der Kabine gesessen und verließ Schalke dann im Winter in Richtung Liverpool.

FC Schalke 04: Schwere Vorwürfe an Christian Gross

Andere, wie die Winterneuzugänge Sead Kolasinac, Klaas-Jan Huntelaar und Shkodran Mustafi, schossen sich schnell auf den mittlerweile entlassenen Christian Gross ein. Ihr Hauptvorwurf, den sie laut dem Bericht gegenüber Ex-Sportvorstand Jochen Schneider äußerten: katastrophale Trainingsmethoden.

Die "Sport Bild" nennt gleich zwei Beispiele: Als Gross das Passspiel auf engem Raum üben lassen wollte, soll er das Spielfeld so groß abgesteckt haben, dass es gar keine engen Räume gab.

Auch das Anlaufen des Gegners sei fehlerhaft einstudiert worden. Es funktionierte dann im Spiel nicht, weil das Gegenüber ganz anders spielte, als von Gross erwartet. Also begannen die Stars, selbst taktische Dinge abzusprechen.

Zuletzt habe auch die Tatsache, dass der ehemalige Schalke-Coach die Spieler nicht nur einmal mit dem falschen Namen rief (zum Beispiel Massimo Schüpp statt Alessandro Schöpf), für Frust gesorgt. Gross soll sich erst nach sechs Wochen im Amt bei einem seiner Co-Trainer erkundigt haben, ob er die Namen richtig ausspreche. Trotzdem sollen weitere Fehler passiert sein.

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