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Ungewöhnliche Bewerbung per Facebook

"Kein Scherz": Assauer-Ex bewirbt sich als S04-Managerin

02.03.2021 18:25

Bis 2006 arbeitete der inzwischen verstorbene Rudi Assauer höchst erfolgreich als Manager des FC Schalke 04. Ausgerechnet seine Ex-Frau Britta will angesichts der Krise bei den Königsblauen nun in die Fußstapfen der Klub-Ikone treten.

Gleich zweimal war Rudi Assauer in verantwortlicher Position als Manager des FC Schalke 04 tätig: Zwischen 1981 und 1986, zu dieser Zeit fungierte er auch zweimal als Interimstrainer der Königsblauen, und von 1993 bis 2006. In diese zweite Amtszeit fiel mit dem Triumph im UEFA-Pokal 1997 der bislang größte Erfolg der Vereinsgeschichte.

Zudem war Assauer maßgeblich am Bau der Gelsenkirchener Arena beteiligt, seit 2001 die Heimspielstätte des FC Schalke als Nachfolgerin des altehrwürdigen Parkstadions.

Unter uns weilt Assauer heute nicht mehr: Am 6. Februar 2019 verstarb der Kult-Manager im Alter von 74 Jahren nach langer Demenz-Erkrankung.

Fast genau zwei Jahre später macht "sein" Klub die vielleicht größte Krise der Vereinsgeschichte durch. In der Bundesliga droht Schalke als abgeschlagenem Tabellen-Schlusslicht der Abstieg. Finanziell steckt der Verein spätestens seit der Corona-Krise in argen Nöten.

FC Schalke 04: Britta Assauer will "Rudis Erbe" antreten

Zudem taumeln die Knappen nach der Entlassung von Sportvorstand Jochen Schneider gerade führungslos dem Abgrund entgegen. Der etatmäßige Nachwuchs-Chef Peter Knäbel hat Schneiders Position bislang nur interimsweise übernommen.

Als Retterin bringt sich nun ausgerechnet Rudi Assauers Ex-Frau Britta Assauer ins Gespräch. "Es ist Zeit für Assauer auf Schalke. Ich stelle mich hiermit für den Manager-Posten zur Verfügung. Das ist kein Scherz!", schrieb die 55-Jährige in einem Facebook-Post.

Den S04-Aufsichtsrat sowie den Vereinsvorstand habe sie bereits über ihre Bewerbung informiert. "Ich trete Rudis Erbe an, um sein Lebenswerk vor dem totalen Untergang zu retten", so Assauer.

Sie habe sich "wochenlang mit der Misere rund um den drohenden Abstieg beschäftigt", versicherte die frühere Journalistin, die 2013 nach zweijähriger Ehe von Rudi Assauer geschieden worden war. "Verunsicherung schießt keine Tore. Und der Verein braucht sein Potential zurück!"

Eine Reaktion auf die ungewöhnliche Bewerbung steht noch aus. Fraglich ist, ob Schalke diese offiziell überhaupt kommentieren wird.

Britta Assauers Statement im Wortlaut:

"Liebe Schalke-Fans, liebe Schalker.

Es ist Zeit für Assauer auf Schalke. Ich stelle mich hiermit für den Manager-Posten zur Verfügung. Das ist kein Scherz! Den Aufsichtsrat und den Vereinsvorstand habe ich bereits darüber informiert.

Ich trete Rudis Erbe an, um sein Lebenswerk vor dem totalen Untergang zu retten.

Rudi hat nicht umsonst über mich gesagt: „Endlich ne vernünftige Alte, die was von Fußball versteht.“ Er hat es geliebt, dass ich seine Leidenschaft für Fußball genauso gelebt habe wie er und er hat es geliebt, mir seine erfolgreichen Methoden zu erklären.

Ich denke, dass es mittlerweile die Fans und den Verein erreicht hat, dass ich nicht die Böse im Spiel um Rudi war und dass sein Betreuer-Umfeld jetzt vor Gericht steht.

Ehre, wem Ehre gebührt! So ist es mir eine Ehre für Rudi und die gesamte Schalke-Familie, Rudis Geist in der Arena aufleben zu lassen, um die große Katastrophe abzuwehren und somit in eine Zukunft für den Verein blicken zu können.

Assauer 2.0 - wie sehr hätte Rudi das gefallen!

Sein Lebenswerk darf nicht untergehen!!! Ich bin zur Stelle und kenne seine Strategie. Und mein Kampfgeist sollte in den letzten Jahren jedem aufgefallen sein.

Meine Bewerbung als Manager ist wirklich kein Scherz. Ich habe mich wochenlang mit der Misere rund um den drohenden Abstieg beschäftigt. Verunsicherung schießt keine Tore. Und der Verein braucht sein Potential zurück!

Glück Auf (wörtlich gemeint)

Eure

Britta Assauer"

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