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Drama um Sebastien Ogier - Ott Tänak führt

27.02.2021 18:47
Sebastien Ogier erlebt in Finnland ein Wochenende zum Vergessen
© MST
Sebastien Ogier erlebt in Finnland ein Wochenende zum Vergessen

Ott Tänak (Hyundai) liegt bei der Arctic-Rallye in Finnland, zweiter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2021 vor dem Schlusstag klar auf Siegkurs. Doch die Schlagzeilen gelten am Samstagnachmittag Sebastien Ogier, der bei der letzten Wertungsprüfung des Tages auf dramatische Weise abflog.

Bei dem bei Dunkelheit ausgetragenen zweiten Durchgang der 27,68 Kilometer langen WP "Siikakämä" hatte der Franzose das Ziel sprichwörtlich schon in Sichtweite. Doch rund 200 Meter vor dem Ende der Prüfung schlug Ogier mit dem Heck seines Toyota Yaris WRC in einer Linkskurve an und drehte sich daraufhin nach rechts in einen Schneewall, aus dem und Beifahrer Julien Ingrassia sich erst nach knapp 20 Minuten befreien konnten.

"Es war die letzte richtige Kurve!", stöhnt Ogier. "Die Reifen waren am Ende - wie wahrscheinlich bei allen. Ich bin etwas zu weit gerutscht, mit dem Heck angeschlagen und dann mit der Front. Ein Wochenende zum Vergessen!"

Tänak klar auf Siegkurs

Bei der vorherigen Wertungsprüfung hatte sich Ogier noch auf Rang sechs der Gesamtwertung verbessert. Durch den Abflug fiel er aus den Punkterängen heraus und kann nach dem perfekten Ergebnis beim Saisonstart in Finnland nur noch auf Punkte aus der Powerstage hoffen.

Deutlich besser läuft es in der Arktis für Tänak, der seine Führung am Samstagnachmittag souverän verteidigte und mit einem Vorsprung von 24,1 Sekunden auf Kalle Rovanperä (Toyota) in den kurzen Schlusstag geht.

Rang drei übernahm bei der letzten WP des Samstags Thierry Neuville (Hyundai, +25,8 Sekunden). Der Belgier hatte am Vormittag noch über Verständigungsprobleme mit Beifahrer Martin Wydaeghe geklagt, legte am Nachmittag aber deutlich zu und distanzierte bei der letzten WP des Tages die gesamte Konkurrenz um mehr als zwölf Sekunden.

Oliver Solberg auch ohne Brille schnell unterwegs

Vierter ist Craig Breen im dritten Werks-Hyundai, der am Samstag kontinuierlich zurückfiel und mit seinem Tempo haderte. Mit 27,5 Sekunden auf Rang drei wird er am Schlusstag aus eigener Kraft kaum noch um das Podium kämpfen können. Das gilt auch für Elfyn Evans (Toyota), der als Gesamtfünfter schon mehr als eine Minute Rückstand auf die Spitze hat.

Starker Sechster ist Oliver Solberg (Hyundai), der bei seinem ersten WM-Start in einem WRC-Auto weiterhin eine reife Leistung zeigt. Bemerkenswert auch der schlagfertige Kommentar des 19-jährigen Sohns von Petter Solberg nach der letzten WP des Tages: "Ich habe meine Brille verloren. Vielleicht bin ich deshalb schneller gefahren, weil ich nichts sehen konnte."

Am Sonntag stehen zum Abschluss der Arctic-Rallye, die als Ersatz für die aufgrund der Corona-Einschränkungen abgesagt Rallye Schweden in den Kalender gerückt ist, nur noch zwei Wertungsprüfungen über insgesamt 44,94 Kilometer auf dem Programm.

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