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Piotr Zyla sichert sich Gold

Von P4 auf P2! "Sprachloser" Geiger fliegt zu WM-Silber

27.02.2021 18:56
Karl Geiger hat WM-Silber gewonnen
© Alex Nicodim via www.imago-images.de
Karl Geiger hat WM-Silber gewonnen

Skispringer Karl Geiger hat bei seiner Heim-WM in Oberstdorf Silber von der Normalschanze gewonnen. Der Bayer musste sich einzig dem Polen Piotr Zyla geschlagen geben, für den Deutschen Skiverband war es die erste Medaille der Titelkämpfe im Allgäu. Bronze ging an Anze Lanisek aus Slowenien.

"Ich bin echt sprachlos, das habe ich nicht kommen sehen. Vor dem Wettkampf habe ich gesagt: Hopp oder Flop. Und es war Hopp", sagte Geiger. Auch Bundestrainer Stefan Horngacher war erleichtert: "Wir sind alle überglücklich, dass wir beim ersten Wettkampf schon eine Medaille gewonnen haben. Karls zweiter Sprung war eine echte Bombe."

Geiger lag nach dem ersten Durchgang noch auf dem vierten Rang, kämpfte sich aber mit einem starken zweiten Flug auf 102,0 m auf das Podest. Mit 265,2 Punkten fehlten ihm umgerechnet nur 180 Zentimeter zu Überraschung-Weltmeister Zyla (268,8), der in seiner Karriere erst zwei Weltcupsiege feiern konnte und Nachfolger seines Landsmanns Dawid Kubacki wurde.

Für Geiger war es die zweite WM-Einzelmedaille nach Silber vor zwei Jahren von der Großschanze in Innsbruck. In diesem Winter hatte er zudem Gold bei der Skiflug-WM und den Tagessieg bei der Vierschanzentournee ebenfalls in Oberstdorf geholt - nach verrückten Wochen inklusive Vaterschaft und Corona-Quarantäne. Letzter deutscher Weltmeister von der Normalschanze bleibt indes Jens Weißflog, der 1989 ebenfalls in Lahti triumphiert hatte.

Eisenbichler: "Hatten keine Chance"

Glänzend präsentierte sich auch Pius Paschke als Elfter. Hoffnungsträger Markus Eisenbichler musste sich dagegen bei schwierigen Bedingungen mit dem 17. Rang begnügen. Topfavorit Halvor Egner Granerud aus Norwegen landete als Vierter knapp neben dem Podium.

"Im ersten Durchgang hatten die letzten Springer Rückenwind, und da hatten wir keine Chance. Aber der Karl hat eine Medaille gemacht, er ist halt ein Fuchs. Es war wichtig, dass es einer von uns schafft", sagte Eisenbichler.

Nousiainen sorgt für Schrecksekunde

Constantin Schmid, der den Vorzug gegenüber Ex-Weltmeister Severin Freund und Martin Hamann erhalten hatte, rechtfertigte auf der 23. Position seine Nominierung.

Für eine Schrecksekunde sorgte ein Sturz von Eetu Nousiainen. Der Finne kam nach der Landung zu Fall und blieb zunächst im Auslauf liegen, ehe er auf eigenen Füßen die Anlage verlassen konnte.

Schon am Sonntag wartet im Mixed mit zwei Männern und zwei Frauen pro Team die nächste Medaillenchance. Das Format gehört zum vierten Mal zum WM-Programm, Deutschland holte bislang dreimal Gold (2015, 2017, 2019).

"Die Damen müssen ihre Form etwas verbessern. Aber ich hoffe, dass wir um die Medaillen mitkämpfen können", sagte Eisenbichler. Das sah auch Geiger so: "Gefeiert wird nach dem Mixed, hoffe ich doch. Aber heute Abend gibt es erstmal ein Bier."

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