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Hörmann würde Sportlern auch AstraZeneca empfehlen

26.02.2021 14:48
Alfons Hörmann hat keine Bedenken bei AstraZeneca
© Frank Rumpenhorst
Alfons Hörmann hat keine Bedenken bei AstraZeneca

Alfons Hörmann hätte keine Bedenken, den deutschen Olympiasportlern für Tokio im Kampf gegen Corona auch den Impfstoff von AstraZeneca zu empfehlen.

"Ich denke, dass die deutliche Mehrheit unserer Athletinnen und Athleten eine sich bietende Chance mit diesem Impfstoff ebenso nutzen würde wie mit den alternativen Impfstoffen, die derzeit in Deutschland zugelassen sind oder demnächst noch zugelassen werden", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) dem "SID".

Der Impfstoff von AstraZeneca und dessen Hintergründe sei den Team-D-Mitgliedern von Prof. Dr. Barbara Gärtner, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat für Public Health Mikrobiologie des Robert-Koch-Instituts, in einer Videokonferenz als gut vertretbar empfohlen worden.

"Auch unser leitender Olympia-Arzt Prof. Dr. Bernd Wolfarth als Chef unserer medizinischen Kommission war in diesen offenen Austausch mit den Athlet*innen aktiv eingebunden", teilte Hörmann mit.

Der Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers AstraZeneca wird von Teilen der Bevölkerung in Deutschland abgelehnt. In der Folge blieben zahlreiche Impfdosen ungenutzt. Die Experten verweisen aber darauf, dass die Wirksamkeit des Impfstoffes mit 70 bis 80 Prozent eine gute sei.

Hörmann akzeptiert Impfstrategie

Eine Forderung, Sportler mit Blick auf die Teilnahme an den Sommerspielen ab 23. Juli in Tokio bevorzugt impfen zu lassen, lehnt Hörmann nach wie vor ab.

"Wir akzeptieren die grundsätzliche Reihenfolge der vorgegebenen nationalen Impfstrategie", sagte Hörmann, "wir hoffen aber, dass die Olympiasportler im zweiten Quartal des Jahres geimpft werden können, wenn genügend Impfstoff da sein wird."

Für die Teilnehmer bei den Olympischen Spielen in Tokio besteht keine Impfpflicht, allerdings wird die Impfung angesichts der weltweiten Coronalage seitens des IOC dringend empfohlen. "Letztlich wird natürlich jeder Athlet und jede Athletin ganz individuell für sich entscheiden, ob eine Impfung umgesetzt wird. Wir können mit unseren Experten jedoch dazu beitragen, dass eine bestmögliche Information aller Teammitglieder gegeben ist, um diese wichtige persönliche Entscheidung zu treffen", sagte Hörmann.