Heute Live
Olympia
Olympia

Laschet will Olympia-Bewerbung fortsetzen

26.02.2021 12:42
Die Olympia-Bewerbung aus NRW wird laut Armin Laschet fortgesetzt
© unknown
Die Olympia-Bewerbung aus NRW wird laut Armin Laschet fortgesetzt

Die Initiative für eine Bewerbung der Rhein-Ruhr-Region um die Olympischen Spiele 2032 soll fortgesetzt werden.

Das sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nach einer Beratung mit den Oberbürgermeistern der betroffenen Kommunen und der Initiative Rhein-Ruhr-City.

Auch eine Bewerbung für 2036 kommt laut Laschet in Betracht. "Wir werden weiter kämpfen. Die Rückendeckung der Städte ist weiter da", sagte Laschet und ergänzte: "Wir würden uns auf Spiele in den 30er Jahren vorbereiten, das kann 32 sein, das kann 2036 auch sein."

Zugleich reagierte der Ministerpräsident mit Unverständnis auf die Entscheidung der Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees, die am Mittwoch das australische Brisbane zum bevorzugten Kandidaten für die Ausrichtung der Sommerspiele in elf Jahren erklärt hatte. Damit hat die deutsche Rhein-Ruhr-Initiative kaum noch Chancen.

"Keine Frage, die Entscheidung des IOC am Mittwoch hat uns überrascht und auch getroffen. Man hat mir erklärt, für das IOC sei Brisbane ein guter Kandidat in unsicheren Zeiten. Ich teile diese Auffassung nicht", sagte Laschet, der auch Kritik am Deutschen Olympischen Sportbund übte. Der DOSB habe sich nicht in der Lage gesehen, in den Dialog mit dem IOC zu treten. "Das Erstaunliche ist, dass man kein Gespür hat, was sich beim IOC tut."

"Botschaft auch eine inhaltliche"

Sollte die Bewerbung für 2032 erwartungsgemäß scheitern, käme für Rhein-Ruhr auch eine Kandidatur für die Spiele vier Jahre später in Betracht.

"Wir würden uns auf Spiele in den 30er Jahren vorbereiten, das kann 32 sein, das kann 2036 auch sein", sagte Laschet.

Eine Austragung 100 Jahre nach denen in Berlin unter dem Nazi-Regime sieht Laschet dabei nicht als Hindernis an: "Die Botschaft, die diese Spiele haben, ist auch eine inhaltliche. Die Welt ist eine andere 100 Jahre später als bei den Spielen 1936. Dies zu zeigen, dies sichtbar zu machen, würde bei jeden Spielen in den 30er Jahren passen."

Laschet ließ offen, ob es im September eine Bürgerbefragung zu einer möglichen Austragung der Olympischen Spiele in der Rhein-Ruhr-Region im Jahr 2032 geben soll.

Kiel als Austragungsort für die Segelwettbewerbe?

Das hänge von mehreren "äußeren Faktoren" ab, sagte der CDU-Chef. Ein möglicher Termin sei auch die NRW-Landtagswahl im Mai 2022.

Zudem will die Initiative Rhein-Ruhr-City die Stadt Kiel als Austragungsort der Segelwettbewerbe mit ins Boot nehmen, teilte Olympia-Initiator Michael Mronz mit. Die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt war 1972 Schauplatz der olympischen Segel-Wettbewerbe und Außenstelle der Sommerspiele in München.

"Es ist der Standort, mit dem wir in ein mögliches Rennen für Olympische und Paralympische Spiele gehen würden", sagte Mronz. "Was für Kiel gesprochen hat, ist die Erfahrung durch die Kieler Woche." Außerdem habe Kiel einen positiven Bürgerentscheid für die Bewerbung von Hamburg für 2024 herbeigeführt.