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Leistungsträger um Peiffer nach Olympia 2022 weg?

Umbruch im DSV-Biathlonteam "spätestens 2023"

20.02.2021 10:02
Eisenbichler sieht Potenzial in nachfolgender Generation
© AFP/SID/JOE KLAMAR
Eisenbichler sieht Potenzial in nachfolgender Generation

Sportdirektor Bernd Eisenbichler sieht im deutschen Biathlon Potenzial für die kommenden Jahre. "Ich würde nicht schwarzsehen für die Zukunft", sagte der Bayer im Rahmen der WM in Pokljuka/Slowenien. Es gebe "viele Dinge, die in die richtige Richtung gehen." 

Vor allem die jüngsten Erfolge im zweitklassigen IBU-Cup stimmen Eisenbichler zuversichtlich. "Vanessa Voigt hat sehr starke Ergebnisse geliefert, sie wird mit Sicherheit eine Chance im Weltcup erhalten", kündigte Eisenbichler an. Voigt (23) hatte zuletzt drei IBU-Rennen in Serie gewonnen. 

Es sei aber "klar, dass wir spätestens 2023, eventuell auch schon 2022, einen Umbruch haben werden", sagte Eisenbichler, "weil wir sehr viele erfahrene Athleten im System haben." Die Leistungsträger bei den Männern sind Routiniers wie Arnd Peiffer (33), Erik Lesser (32) oder Benedikt Doll (30). Bei den Frauen sind Denise Herrmann (32) oder Maren Hammerschmidt (31) schon lange im Weltcup dabei. 

Auf den Generationenwechsel müsse der Deutsche Skiverband (DSV) vorbereitet sein, "da sind wir intensivst dran", betonte Eisenbichler. Besonders im Herren-Bereich könnte es aber "ein bisschen enger" werden.

In Zukunft sei nun die Devise, noch jüngere Athleten möglichst schnell an den Weltcup heranzuführen. Zudem gehe der DSV bereits "anders mit der Rekrutierung um" und versuche, "die Athleten mit mehr Lehrgängen zu versorgen", sagte Eisenbichler. Die Ergebnisse würden allerdings nicht "von einem auf den anderen Tag sichtbar werden".

Vor gut einem Jahr wurde mit Zibi Szlufcik ein neuer Nachwuchschef geholt, in Engelbert Sklorz ist der Schießtrainer des A-Teams auch bei jedem Nachwuchslehrgang dabei.