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Nach verschenktem EL-Sieg: TSG Hoffenheim schiebt Frust

19.02.2021 11:13

Bei der TSG Hoffenheim herrscht nach dem verschenkten Sieg gegen Molde FK Frust. Der Einzug ins Achtelfinale der Europa League sollte dennoch gelingen.

Bei der Rückreise am Freitagvormittag herrschte dicke Luft im Flieger. Den Verdruss über den verschenkten Sieg hatten weder der Trainer noch die Profis der TSG Hoffenheim im Hotelzimmer gelassen.

"Ich bin sehr gefrustet und sehr verärgert", sagte Coach Sebastian Hoeneß nach dem 3:3 (3:1) im Zwischenrunden-Hinspiel der Europa League "bei" Molde FK: "Wir haben das Spiel vollkommen unnötig aus der Hand gegeben. Das darf uns in dieser Form nicht passieren."

Tatsächlich blieb es auch am Freitag ein Rätsel, wie es dem Fußball-Bundesligisten gelungen war, die im spanischen Villarreal ausgetragene Partie nicht zu gewinnen.

Die Kraichgauer waren dem viermaligen norwegischen Meister über weite Strecken der Begegnung um mindestens eine Klasse überlegen und hatten Chancen für mehrere Spiele. "Das ist für mich unerklärlich", äußerte Kapitän Oliver Baumann: "Das sollte uns eine Lehre sein."

Auch Torschütze Christoph Baumgartner war bewusst, dass die TSG-Rumpftruppe trotz des Ausfalls von elf Profis die große Chance verpasst hatte, den erstmaligen Einzug des Klubs in ein Europacup-Achtelfinale schon im Hinspiel einzutüten. "Ich bin extrem frustriert, wir sind extrem sauer auf uns selbst", gab der Österreicher zu Protokoll.

Hoffenheimer Leichtsinn in Angriff und Abwehr wird bestraft

Nachdem Munas Dabbur (8./28.) und Baumgartner (45.+3) getroffen hatten, sah alles nach einem ungefährdeten Sieg aus. Selbst der nicht verwertete Foulelfmeter Dabburs (63.) schien daran nichts zu ändern, da der Bundesliga-Zwölfte in allen Belangen überlegen waren.

Der Leichtsinn im Angriff und der Abwehr wurde dennoch bestraft. Martin Ellingsen (41.), Eirik Andersen (70.) und David Fofana (74.) trafen für Molde, die ihr Heimspiel nach Spanien verlegt hatten, um das derzeit gültige Einreiseverbot nach Norwegen zu umgehen.

Im Rückspiel am Donnerstag wollen die Hoffenheimer dennoch den größten internationalen Erfolg ihrer Vereinsgeschichte perfekt machen. "Bei allem Ärger wissen wir natürlich, dass wir alle Möglichkeiten haben", sagte Hoeneß, der mit seinem Team allerdings zunächst am Sonntag in der Liga gegen Werder Bremen ran muss: "Zu Hause dürfen wir gegen Molde nichts anbrennen lassen."

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