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"Hängt davon ab, wie viel Hirn ein Fahrer besitzt"

Erster Formel-1-Teamchef schießt gegen Nikita Mazepin

18.02.2021 14:07
Mazepin steht schon vor seinem ersten Formel-1-Rennen in der Kritik
© Joe Portlock via www.imago-images.de
Mazepin steht schon vor seinem ersten Formel-1-Rennen in der Kritik

Haas-Rookie Nikita Mazepin ist und bleibt die größte Reizfigur der Formel 1. Obwohl der Russe noch keinen einzigen Rennkilometer in der Königsklasse gefahren ist, haben sich die Fans schon auf ihn eingeschossen. Und mittlerweile hat auch der erste Teamchef den jungen Piloten ins Visier genommen.

Normalerweise genießen Rookies auch in der Formel 1 eine Art Welpenschutz. Zumindest in den ersten Wochen ihrer Königsklassen-Karriere werden den jungen Piloten häufiger Fehler verziehen. Bei Nikita Mazepin ist die Lage etwas anders. Der Russe hat seinen Kredit durch seine Fehltritte auf und abseits der Strecke bereits verspielt. 

Während sich die Fans nach Mazepins Aussetzern schon längst auf den Milliardärssohn eingeschossen haben und den Russen am liebsten aus der Formel 1 verbannen würden, wurde aus den inneren Formel-1-Kreisen bisher keine öffentliche Kritik am Haas-Piloten geäußert. Diesen Job hat nun Alpha-Tauri-Teamchef Franz Tost übernommen.

Im Gespräch mit "auto, motor, sport" verspottete der Österreicher den Rookie sogar und sagte über die Perspektive Mazepins: "Ich könnte jetzt natürlich wieder brutal werden und sagen: Aus einer Kuh kannst du keinen Tiger machen! Es hängt am Ende immer davon ab, wie viel Hirn ein Fahrer besitzt und dann im Cockpit auch einschaltet." Genau diese Kombination traut er dem 21-Jährigen aber offenbar nicht zu.

"Wir bekommen jetzt einige junge Fahrer, die wirklich supergut sind"

"Ich habe in meiner langen Zeit im Motorsport festgestellt, dass sich am Ende nur die Fahrer durchsetzen, die intelligent sind und wissen, warum sie etwas machen – und die sich auch entsprechend benehmen", stichelte Tost gegen den Russen, dem es seiner Meinung nach ganz offensichtlich an der nötigen Kinderstube fehlt. 


Mehr dazu: Die Skandal-Akte Mazepin


So verwundert es auch nicht, dass der AlphaTauri-Teamchef bei der Aufzählung der hoffnungsvollsten Formel-1-Talente den Namen Mazepin gar nicht erst in den Mund nimmt. "Wir bekommen jetzt einige junge Fahrer, die wirklich supergut sind. Neben Mick und Yuki gehört auch noch Robert Shwartzman dazu. Von den drei Fahrern halte ich sehr viel. Diese Generation wird die Zukunft der Formel 1 bestimmen", sagte der Österreicher.

Keine Sorgen macht sich Tost derweil um die Zukunft von Mick Schumacher. Der Deutsche sei ein Fahrer, "der sich alles erst einmal anschaut und dann weiterlernt". Es gebe andere junge Fahrer, die zwar wahnsinnig schnell sind, aber nicht wissen, warum. Dies sei bei Mick nicht der Fall. "Wichtig ist, dass man einen Schritt nach dem anderen macht und das Erlernte immer wieder abruft. Das macht Mick wirklich gut. Deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass er in der Formel 1 einschlagen wird."

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