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Lange Sperren für ehemalige Russland-Funktionäre

17.02.2021 15:48
Leichtathletik-Weltverband sperrt ehemalige Funktionäre
© AFP/SID/Danil Lyssenko
Leichtathletik-Weltverband sperrt ehemalige Funktionäre

Die unabhängige Integritätskommission AIU des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics (WA) hat hart durchgegriffen und fünf ehemalige Funktionäre des russischen Verbandes RUSAF wegen Anti-Doping-Verstößen mit vierjährigen Sperren belegt.

Die Kommission sah es als erwiesen an, dass das Quintett 2018 an einer konspirativen Aktion beteiligt war, um den frühen Hochsprung-WM-Zweiten Danil Lyssenko vor einer Dopingsperre zu bewahren.

Der ehemalige Hallen-Weltmeister Lyssenko hatte dreimal innerhalb von zwölf Monaten gegen die Melderichtlinien (whereabouts) verstoßen. Die Funktionäre hatten 2018 nach dessen drittem Vergehen, das eine Sperre nach sich gezogen hätte, erklärt, der 2,40-m-Springer sei in einen Autounfall verwickelt gewesen und habe daher nicht angetroffen werden können.

Zu den fünf gesperrten Personen gehört der frühere RUSAF-Chef Dmitri Schljachtin, ferner sind Artur Karamjan, Alexander Parkin, Jelena Orlowa und Jelena Ikonnikowa betroffen. Die Fälle von Lyssenko und dessen Trainer Jewgeni Sagorulko werden noch weiter untersucht. Die Ermittlungen der AIU hatten im November 2019 begonnen und dauern nunmehr seit 15 Monaten an.

"Dies sind sehr wichtige Entscheidungen für die Leichtathletik", sagte der AIU-Vorsitzende David Howman, "unsere Arbeit, dieses konspirative und betrügerische Verhalten aufzudecken, zeigt, dass die AIU ihre Rolle erfüllt, um Betrüger zur Rechenschaft zu ziehen, unabhängig von ihrer Position oder Stellung."

Der russische Verband RUSAF ist seit mehr als fünf Jahren gesperrt, russische Leichtathleten dürfen nur als neutrale Athleten an internationalen Wettkämpfen teilnehmen.

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