Anzeige

Absage von Olympia-Fackellauf erwägt

17.02.2021 06:59
Die als Hohepriesterin verkleidete griechische Schauspielerin Katerina Lehou entzündet die Olympische Fackel im Panathenaic Stadion in Athen. In Japan erwägt die Präfektur Shimane aus Verärgerung über die Corona-Politik der Regierung, die geplanten Veranstaltungen zum Fackellauf durch die Präfektur abzusagen
© dpa
Die als Hohepriesterin verkleidete griechische Schauspielerin Katerina Lehou entzündet die Olympische Fackel im Panathenaic Stadion in Athen. In Japan erwägt die Präfektur Shimane aus Verärgerung über die Corona-Politik der Regierung, die geplanten Veranstaltungen zum Fackellauf durch die Präfektur abzusagen

Den Organisatoren der Olympischen Spiele in Tokio droht neuer Ärger: Die Präfektur Shimane erwägt nach den Worten von Gouverneur Tatsuya Maruyama aus Verärgerung über die Corona-Politik der Regierung, die geplanten Veranstaltungen zum Fackellauf durch die Präfektur abzusagen.

Er sei "unzufrieden mit den Maßnahmen der Zentral- und der Stadtregierung von Tokio gegen die Ausbreitung des Coronavirus", sagte Maruyama am Mittwoch laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. Der Fackellauf vor den Olympischen Spielen in Tokio soll am 25. März in der Präfektur Fukushima starten und durch alle 47 Präfekturen des Landes führen, darunter im Mai durch die im Westen gelegene Präfektur Shimane.

Der ursprünglich wie die Sommerspiele für 2020 geplante Fackellauf war aufgrund der Coronavirus-Pandemie verschoben worden. Die Olympischen Spiele und Paralympics finden nun vom 23. Juli bis 8. August 2021 statt. Der Auftakt soll im J-Village in Fukushima stattfinden, einem Fußballtrainingszentrum, das während der Atomkatastrophe im März 2011 in Folge eines Erdbebens und Tsunamis als Hauptquartier für die Krisenmanager des Super-Gaus im AKW Fukushima Daiichi gedient hatte.

Während des 121 Tage dauernden Fackellaufs sollen 859 Ortschaften angesteuert werden, bevor das Olympische Feuer am 23. Juli im neuen Olympia-Stadion in Tokio entfacht werden soll. Während des Fackellaufs wollten die Organisatoren mit diversen Maßnahmen zum Infektionsschutz einer Ausbreitung des Coronavirus vorbeugen. Doch die Nachricht aus Shimane schürt laut Kyodo die Skepsis, ob die Spiele wirklich sicher über die Bühne gehen können. In jüngsten Umfragen sprach sich eine Mehrheit der Japaner wegen der Pandemie für eine erneute Verschiebung der Sommerspiele oder gar eine Absage aus.

Die Impfkampagne gegen das Virus hat in Japan deutlich später als in anderen ähnlich hoch entwickelten Ländern begonnen. Die ersten Spritzen wurden erst jetzt verabreicht - los ging es mit Impfungen für medizinisches Personal.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige