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Pechstein bei WM erneut in den Top 10

14.02.2021 16:06
Claudia Pechstein wurde bei der WM über die 5000-Meter-Distanz Zehnte
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Claudia Pechstein wurde bei der WM über die 5000-Meter-Distanz Zehnte

Claudia Pechstein stützte die Hände auf die Oberschenkel, erschöpft glitt sie nach dem Zieleinlauf über das Eis: Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin hatte ihren anhaltenden Rückenproblemen zum Abschluss der Einzelstrecken-WM in Heerenveen ein letztes Mal getrotzt und mit dem zehnten Platz auf ihrer Paradestrecke ein weiteres Top-10-Resultat erreicht.

Am Sonntag beendete die 48-Jährige, die vor 25 Jahren in Hamar erste Einzelstrecken-Weltmeisterin über den "langen Kanten" geworden war, ihren Lauf in 7:09,172 Minuten.

Mit der Entscheidung hatte Pechstein erwartungsgemäß nichts zu tun. Gold ging an die Niederländerin Irene Schouten (6:48,537). Für Pechstein war es die 20. Teilnahme an einer Einzelstrecken-WM.

Eis-Oldie Pechstein trat auf ihrer Paradestrecke im sechsten und letzten Paar gegen die Kanadierin Isabelle Weidemann an. Die 25-Jährige zog früh davon, Pechstein lief ihr eigenes, konstantes Rennen mit Rundenzeiten um 34 Sekunden. "Dass es mit dem Rücken durch die Wettkämpfe nicht besser wird, ist logisch. Eine Einschränkung war immer da", sagte Bundestrainer Helge Jasch dem "SID": "Sie hat sich durchgekämpft."

Rückenbeschwerden bremsen Pechstein

Pechstein hatte bereits vor dem WM-Start über Rückenbeschwerden geklagt. Auf einen Einsatz auf ihrer Nebenstrecke 3000 Meter am Donnerstag verzichtete sie, in der Teamverfolgung verlor sie zum Ende des Laufs den Anschluss. Im Massenstart wurde Pechstein Neunte.

Ohne Medaille beendete Patrick Beckert die WM. Der Erfurter verpasste über 10.000 Meter in 13:12,277 Minuten die Podestplätze. "Es hat ein bisschen die Wettkampfhärte gefehlt, gerade über 10.000 Meter", sagte Beckert, der den Blick bereits in Richtung Olympia 2022 in Peking richtete: "Wichtig ist es, im nächsten Jahr vorne zu sein." Beckert war auf der längsten Einzelstrecke bereits drei Mal WM-Dritter geworden. Durch die Corona-Pandemie war die Eisschnelllauf-Saison und auch seine Vorbereitung aber stark beeinträchtigt.

Weltmeisterschaft 2021 (Heerenveen)

1NiederlandeIrene Schouten6:48.537m
2RusslandNatalya Voronina+2.460s
3NiederlandeCarlijn Achtereekte+3.683s
4KanadaIsabelle Weidemann+7.644s
5TschechienMartina Sáblíková+9.134s
6NorwegenRagne Wiklund+10.229s
7KanadaValérie Maltais+17.293s
8BelarusMarina Zueva+17.417s
9ItalienFrancesca Lollobrigida+18.951s
10DeutschlandClaudia Pechstein+20.635s