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Raymond van Barneveld gibt sein Comeback

05.02.2021 11:53
Raymond van Barneveld spielte sein letztes Match bei der WM 2019
© dpa
Raymond van Barneveld spielte sein letztes Match bei der WM 2019

Knapp 14 Monate nach seinem Rücktritt vom aktiven Profisport sehnt der fünfmalige Darts-Weltmeister Raymond van Barneveld sein nahendes Comeback herbei.

Der Kontrast zwischen Abgang und Neustart könnte dabei kaum krasser sein: Im Dezember 2019 verlor der 53 Jahre alte Niederländer sein bisher letztes WM-Match im Alexandra Palace von London, auf der größten Darts-Bühne der Welt. Nun tritt "Barney" ab Montag in einem Hotel im hessischen Niedernhausen gegen zahlreiche Amateure bei der sogenannten Q-School an, um überhaupt wieder auf der Darts-Profitour zugelassen zu werden.

"Ich war niemals glücklich mit meiner Entscheidung zurückzutreten. Ich habe nie gedacht, dass das gut für mich ist", sagte van Barneveld in einem Interview dem britischen Sender "Sky Sports". Er habe das Spiel und die Aufmerksamkeit der Fans vermisst, erklärte der Routinier, der schon häufiger mit Rücktrittserklärungen für Wirbel gesorgt hatte - und dann zügig wieder zurückruderte.

Diesmal ist der Weg schwieriger. Van Barneveld hat keine Tour-Card mehr, er muss sie sich an insgesamt sieben Wettkampftagen in der hessischen Provinz erkämpfen. "Es wird Spieler mit einem Durchschnitt von 60 Punkten pro Aufnahme geben. Ich kenne sie nicht, aber sie kennen mich, und hoffentlich werden sie sehr nervös, wenn sie gegen mich spielen", sagte "Barney".

Hopp glaubt an erfolgreiches Comeback

Max Hopp freut sich auf den Comebackversuch des fünfmaligen Weltmeisters - und traut der niederländischen Legende auch über ein Jahr nach dem Rücktritt einiges zu. "Ich glaube, in Barney schlummert immer noch der Champion, sein Wurfstil ist schnörkellos und er hat jahrelange Erfahrung auf Top-Niveau", sagte der Weltranglisten-39. aus Idstein: "Er ist eine Ikone im Dartssport, er gehört nochmal auf die große Bühne."

"Klar, Raymond musste auch viele Niederlagen hinnehmen und hat die letzten Jahre schwer zu kämpfen gehabt, privat wie beruflich", sagte Hopp: "Deswegen glaube ich, das Jahr Pause hat ihm gut getan, und ich drücke ihm fest die Daumen, dass ihm ein Comeback gelingt."

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