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"Frische Energie" war dringend notwendig

Schneider enthüllt: Daran scheiterte ein weiterer S04-Deal

02.02.2021 19:29
Jochen Schneider hätte den Fans des FC Schalke 04 gerne einen fünften Neuzugang präsentiert
© Hasan Bratic
Jochen Schneider hätte den Fans des FC Schalke 04 gerne einen fünften Neuzugang präsentiert

Um dem Abstieg in die 2. Bundesliga doch noch abzuwenden, hat der FC Schalke 04 in der Wintertransferphase noch einmal mächtig nachgelegt. Mit Klaas-Jan Huntelaar (wechselte von Ajax Amsterdam) und Sead Kolasinac (geliehen vom FC Arsenal) kamen zwei alte Bekannte. Zudem wurde William vom VfL Wolfsburg geliehen, Shkodran Mustafi von Arsenal geholt. S04-Sportvorstand Jochen Schneider hat sich nun zu den Transfers geäußert.

"Im Großen und Ganzen haben wir das getan, was wir machen wollten, was wir machen konnten", erklärte Schneider gegenüber den vereinseigenen Medien. Man sei froh, dass man früh die Leihe von Sead Kolasinac vom FC Arsenal unter Dach und Fach habe bringen können, habe im Sturm mit Klaas-Jan Huntelaar "nachgelegt", habe für die Rechtsverteidigerposition William geliehen und am letzten Tag den "Tausch" Ozan Kabak (verliehen an den FC Liverpool) gegen Shkodran Mustafi eingetütet, konkretisierte der 50-Jährige.

Allerdings hätten die Knappen gerne sogar noch einen Neuen geholt. "Es ist kein Geheimnis, dass wir in der Offensive gerne noch einen Spieler dazu genommen hätten", so Schneider. Dies sei "aus verschiedenen Gründen" nicht geglückt. Entweder wollten Vereine die Umworbenen nicht abgeben oder es hätten sich im letzten Moment für die interessanten Akteure "andere Möglichkeiten ergeben".

Kabak wollte den FC Schalke 04 verlassen

Das verpflichtete Personal mache die Königsblauen aber "auf jeden Fall stärker. Nicht nur aufgrund ihrer fußballerischen Qualitäten, sondern auch aufgrund ihrer Persönlichkeit". Schneider hob vor allem hervor, dass sich jeder bewusst der schwierigen Situation auf Schalke stelle. 

Für Ozan Kabak heißt es nun hingegen Kampf um die englische Meisterschaft, statt Fight im Bundesliga-Keller. "Es war der Wunsch von Ozan, die Chance Liverpool wahrnehmen zu können", äußerte sich Schneider zum Abschied des Talents. Allerdings sei von Beginn an abgesprochen gewesen, dass der Deal nur zustande kommen werde, wenn Ersatz präsentiert werden könne. Für diesen Umstand habe auch Kabak vollends Verständnis gezeigt.

Schneider traut dem FC Schalke 04 jedoch auch ohne den türkischen Nationalspieler "absolut" den Klassenerhalt zu. Allerdings müsse man den "Albtraum", das "katastrophale Jahr 2020" abschütteln. Gerade deswegen war es wichtig, "frische Energie hinzuzufügen, Jungs, die nicht mehr den Rucksack 2020 mit sich herumschleppen", schloss Schneider seine Ausführungen.

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