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Nach Kollision mit Herrmann: Kapitän weist Vorwürfe zurück

28.01.2021 18:31
Herrmanns Boot kollidierte mit einem Kutter
© AFP/SID/SEBASTIEN SALOM-GOMIS
Herrmanns Boot kollidierte mit einem Kutter

Der Kapitän des spanischen Fischkutters ist sich nach der Kollision mit dem deutschen Weltumsegler Boris Herrmann keiner Schuld bewusst und verbittet sich Vorwürfe.

Das Automatische Identifikationssystem (AIS) bei seinem Schiff "Hermanos Busto" sei "zu jedem Zeitpunkt" eingeschaltet gewesen, versicherte Jose Zaldumbide am Donnerstag in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". 

Das garantiere er. "Erstens sind wir dazu verpflichtet, zweitens lässt es sich sehr einfach überprüfen, weil: Das wird automatisch aufgezeichnet. Mal ganz abgesehen davon, dass bei uns immer einer Wache schieben muss, rund um die Uhr", sagte der 55-Jährige. Herrmann hatte vermutet, der Kutter sei womöglich ohne scharfes Alarmsystem unterwegs gewesen. "Das sollte er nicht sagen, verdammt!", sagte Zaldumbide.

Bei der Vendee Globe hatte Herrmanns Yacht "Seaexplorer" nach 80 Tagen auf See nur 85 Seemeilen vor dem Ziel vor Frankreich das Fischerboot gerammt, die Yacht wurde stark beschädigt. Herrmann, der während der Kollision schlief, büßte seine Siegchance ein und wurde Vierter. Er selbst und die Mannschaft des Kutters blieben unverletzt. 

"Unser Schiff hat ein paar Kratzer abbekommen. (...) Ein bisschen Material ist kaputt, wir haben Lackschäden, und wir haben ein bisschen pfuschen müssen, um dann den Fang noch zu beenden", berichtete Zaldumbide. Das AIS habe das Segelboot nicht angezeigt. Er habe versucht, die Seewacht zu erreichen, und in Sorge um Herrmann auch der Yacht zu folgen: "Aber da hatten wir keine Chance."

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