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Warum Redding 2021 deutlich stärker sein wird als 2020

28.01.2021 12:56
Hier enttäuscht, aber bald obenauf? Scott Redding
© HOCH ZWEI / Italy Photo Press via www.imago-images
Hier enttäuscht, aber bald obenauf? Scott Redding

Ducati ist seit der Saison 2011 ohne Titel in der Superbike-WM. Der erfolgreichste Hersteller der Serie erlebt die längste Durststrecke seiner WSBK-Geschichte. Nach Vizetiteln mit Chaz Davies und Alvaro Bautista reichte es für Scott Redding im Vorjahr erneut nur zu Silber.

Doch das soll sich in diesem Jahr ändern. Mit den Erfahrungen aus seiner Debütsaison möchte Redding die Erfolgsserie von Kawasaki-Pilot Jonathan Rea nach sechs Jahren beenden.

"Ich glaube daran, dass ich Champion sein kann", bemerkt Redding im Gespräch mit dem 'Racer'. "Das ist der einzige Grund, warum ich Rennsport betreibe. Wir betreiben Rennsport, um Titel zu holen und Rennen zu gewinnen und an der Spitze zu kämpfen."

Warum Jonathan Rea laut Scott Redding so stark ist

Doch mit Jonathan Rea hat Scott Redding in der Superbike-WM einen harten Gegner. Wie erklärt sich Redding die Erfolge des Nordiren? "Sie arbeiten seit über fünf Jahren mit dem gleichen Paket. Fünf Jahre mit dem gleichen Paket auf den gleichen Strecken und dem gleichen Fahrer mit den gleichen Ergebnissen. Es ist für sie Routine", kommentiert der Herausforderer.

In der WSBK-Saison 2020 führte Redding die Meisterschaft zeitweise an, doch Rea meldete sich zurück und holte beim Saisonfinale in Estoril seinen sechsten Titel in Folge. Redding beschreibt die Hürden in seiner ersten WSBK-Saison: "Ich kannte einige Strecken nicht. Ich fuhr zuvor noch nie in der Superbike-WM. Und das Motorrad war auch sehr neu."

"Ich denke also, dass wir 2021 deutlich stärker sein sollten. Wir haben das nötige Material und das nötige Wissen bezüglich der Strecken. Ich muss nicht alles lernen. Ich muss überhaupt nichts lernen. Zudem muss ich mir nicht erarbeiten, wie das Format mit den drei Rennen funktioniert. Ich habe das Selbstvertrauen, zu wissen, dass ich um Siege kämpfen kann. Ich habe die nötige Erfahrung. Jetzt kann ich mich darauf konzentrieren, zu gewinnen", so der Ducati-Werkspilot.

Ducati Panigale V4R: Mehr Konstanz im dritten Jahr?

In der Saison 2019 schickte Ducati mit der Panigale V4R erstmals ein Superbike mit vier Zylindern an den Start und beendete damit die jahrelange V2-Tradition. In der dritten Saison mit dem V4-Superbike soll endlich wieder der Titel sichergestellt werden.

"Sie arbeiten erst seit zwei Jahren mit dem Motorrad. Deshalb konnten sie die Maschine nicht so intensiv entwickeln wie die Kawasaki. Die Kawasaki ist seit fünf, sechs oder sieben Jahren mehr oder weniger unverändert. Die Ducati ist ein neues Projekt. Deshalb gibt es immer ein paar Dinge, die wir verbessern müssen", erklärt Redding.

"Die alte Ducati war ziemlich konstant und ich glaube, dass auch unser jetziges Motorrad sehr konstant ist. Es ist nur in ein oder zwei Bereichen schwach. Doch das sind ein oder zwei Bereiche, an denen wir arbeiten können", ist Redding überzeugt und fügt hinzu: "Wenn wir das verbessern können, dann ist unser Paket super stark."

Scott Redding legt seine Hand nicht ins Feuer, dass es im April losgeht

Theoretisch beginnt die WSBK-Saison 2021 im April in Assen. Doch die Region Drenthe hat ein Verbot für Großveranstaltungen verhangen, das bis Juni gilt. Offen ist, wie sich dieses Verbot auf das WSBK-Event in Assen auswirkt.

"Die Saison soll Ende April starten. Doch ich behaupte nicht, dass das zu 100 Prozent klappt. Ich werde aber bereit sein, egal was kommt", bemerkt Redding, der sich in den vergangenen Monaten bestmöglich mit der für alle schwierigen Coronavirus-Situation arrangiert hat.

"Ich würde meinen, dass sich alle daran gewöhnt haben. Wir wissen, wie wir richtig damit umgehen. Die Frage ist, ob die Events genehmigt werden oder nicht. Man will in der Winterpause wissen, wofür man sich vorbereitet. Doch aktuell befindet sich alles in einer Art Standby-Modus", bemerkt der Brite, der den Winter in Kalifornien verbrachte.