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Berlin braucht Rangnick, Bobic, Freund oder Rosen nicht

Effe bezeichnet Gerüchte um Hertha BSC als "sinnfrei"

27.01.2021 14:53
Stefan Effenberg hat sich zu der Lage bei Hertha BSC geäußert
© Heiko Becker via www.imago-images.de
Stefan Effenberg hat sich zu der Lage bei Hertha BSC geäußert

Dass Hertha BSC trotz millionenschwerer Investitionen 2020/21 maximal im sportlichen Mittelmaß feststeckt, wurde unlängst Coach Bruno Labbadia und Geschäftsführer Sport Michael Preetz zum Verhängnis. Berlins ehemaliger Erfolgstrainer Pál Dárdai kehrte an die Seitenlinie zurück, Sportdirektor Arne Friedrich rückte stärker in den Fokus. Für Stefan Effenberg eine goldrichtige Entscheidung. Von den Gerüchten, die zuletzt im Hertha-Umfeld grassierten, hält der Ex-Nationalspieler hingegen eher wenig.

Preetz und Labbadia nach den schwachen Ergebnissen vor die Tür zu setzen, sei "komplett richtig" gewesen, erklärt Effenberg in seiner Kolumne auf "t-online.de". Selbiges gelte für "die Entscheidungen für Pál Dárdai und Arne Friedrich in der sportlichen Leitung. Wäre ich Fan von Hertha, wäre ich nun erleichtert und würde mit Zuversicht in die Zukunft blicken", lautet Effenbergs Fazit.

Den Gerüchten, Hertha BSC werde nun versuchen, Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic oder Ralf Rangnick vom Red-Bull-Fußball-Konzern abzuwerben, kann Effe hingegen nichts abgewinnen. 

Effenberg: Bobic wird Eintracht Frankfurt nicht verlassen

Um in die Nähe der deutschen Branchenführer FC Bayern, Borussia Dortmund, RB Leipzig, Gladbach oder Bayer Leverkusen aufzurücken, "braucht es auch keine großen Namen", stellt der ehemalige Spielmacher klar. Wichtiger sei schlicht, dass "jemand ins Team passt".

Die Spekulationen um Bobic bezeichnet Effenberg daher als "vollkommen sinnfrei". Zumal Bobics Reise bei der Eintracht "bei Weitem noch nicht beendet" sei.

"Und genauso sinnfrei sind auch die Gerüchte um Hoffenheims Alexander Rosen und Salzburgs Christoph Freund", urteilt Effe weiter. Ralf Rangnick werde zudem "nicht funktionieren, weil er es gewohnt ist, alle Entscheidungen selbst zu treffen und alles zu kontrollieren".

Mit Friedrich und Dárdai am Ruder könne Hertha hingegen "eine unglaubliche Strahlkraft entwickeln, wenn der Verein konstant sportlichen Erfolg hat", ist sich Effenberg sicher. Zumal der Klub gesund wachsen müsse – "und nicht von heute auf morgen nur mit horrenden Transferausgaben."

Darum scheiterte Klinsmann bei Hertha BSC

Dank Geldgeber Lars Windhorst verfügen die Berliner seit geraumer Zeit über reichlich Kapital. Die nicht unerheblichen bisherigen Investitionen haben bislang allerdings nicht den erhofften Erfolg eingebracht. 

In die Windhorst-Ära fiel auch Trainer Klinsmann, der letztlich krachend in der Hauptstadt scheiterte. Effenberg vertritt jedoch die Ansicht, dass der Ex-Bundestrainer Hertha durchaus hätte beflügeln können. Problematisch sei hingegen der Umgang mit Klinsmann gewesen. 

"Klinsmann hat nicht die Möglichkeit bekommen, die Dinge konsequent zu ändern. Er hat vieles erkannt, was in die falsche Richtung läuft – ist dann aber auf zu viele Widerstände im Verein gestoßen. Damit war dann auch klar, dass das nicht funktionieren kann. Und dann ist es leider in einer Schlammschlacht geendet", so Effenberg.

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