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Kroos-Brüder hinterfragen Verpflichtung von Dárdai

27.01.2021 12:51
Werden in Corona-Zeiten von ihren Frauen frisiert: Toni Kroos (l.) und Bruder Felix
© Britta Pedersen
Werden in Corona-Zeiten von ihren Frauen frisiert: Toni Kroos (l.) und Bruder Felix

Die Fußball-Brüder Toni und Felix Kroos haben sich zum Trainer-Wechsel bei Bundesligist Hertha BSC geäußert. Wirklich nachvollziehbar sei die Verpflichtung von Pál Dárdai nicht.

"Es ist kein Fortschritt, den man dadurch erreicht. Man will sich ja als Verein auch entwickeln", so der ehemalige Union-Profi Felix Kroos im gemeinsamen Podcast "Einfach mal Luppen": "Einen Trainer zu nehmen, der erst vor einem Jahr dort war, weiß ich nicht, ob das wieder sein muss."

Sein Bruder Toni Kroos blickte auf die vorherige Zusammenarbeit zwischen Hertha und dem Ungar zurück. "Man hat Dárdai entlassen, als sie im Mittelfeld waren und Europa angreifen wollten. Jetzt ist er vermutlich ein Übergangstrainer, um zurück ins Mittelfeld zu kommen."

Dárdai wurde zu Wochenbeginn beim Berliner Hauptstadtklub als Nachfolger des zuvor entlassenen Bruno Labbadia vorgestellt. Der einstige Mittelfeldspieler der Hertha war bereits zwischen 2015 und 2019 Trainer an der Spree.

Kroos-Brüder lassen sich von Ehefrauen frisieren

Kritisch zeigten sich die Brüder im Podcast zudem beim Thema Styling, das unter den Fußballstars immer wichtiger zu werden scheint. Anders als viele Profis lassen sie sich in Corona-Zeiten ihre Haare von ihren Gattinnen stylen.

"Ich habe mir Haarschneidegeräte besorgt und habe meine Frau rangelassen", so Felix Kroos. Mit dem Ergebnis der Arbeit seiner Frau Lisa ist der 29 Jahre alte Profi des Zweitligisten Eintracht Braunschweig zufrieden. "Sie hat das echt gut gemacht. Ich habe gemerkt, sie hat ein Talent dafür."

Wegen des Lockdowns sind in Deutschland die Friseursalons aktuell geschlossen. Anders ist es in Spanien, wie Toni Kroos vom spanischen Meister Real Madrid berichtete. Sein Friseur komme normalerweise nach Hause. Doch am vergangenen Freitag musste dieser wegen eines positiven Corona-Tests den Termin absagen.

Somit begab sich der Nationalspieler in die Hände seiner Frau Jessica. Das habe er schon beim Lockdown in Spanien im vergangenen Frühjahr häufiger gemacht. Seine Frau habe ihm alle zwei, drei Wochen die Haare geschnitten. "Und das tiptop", sagte er. "Ich habe noch keine negativen Kommentare zu meiner Frisur gehört."

Kroos sieht "scheinheilige Diskussion"

Kritik übte Felix Kroos an der jüngsten Diskussion um frischfrisierte Bundesliga-Spieler. Auslöser war ein offener Brief des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks vor zwei Wochen an den Deutschen Fußball-Bund. "Der Unmut gegenüber topgestylten Fußballern, und in der Folge Kundenanrufe, die zu Schwarzarbeit und Regelverstößen wie Hausbesuchen überreden wollen, wächst", hieß es in dem Schreiben.

"Für mich ist das eine scheinheilige Diskussion auf dem Rücken von Fußball-Profis", sagte Felix Kroos. Dass das die meiste Aufmerksamkeit erregt, "wenn man auf die Profi-Fußballer geht, ist ja klar".

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