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Ferrari-Einstieg in die DTM? Phoenix-Teamchef äußert sich

23.01.2021 11:24
Ferrari 488 GT3: Phoenix hat das Rinaldi-Team als Einsatzpartner von WTM abgelöst
© MST
Ferrari 488 GT3: Phoenix hat das Rinaldi-Team als Einsatzpartner von WTM abgelöst

Die Nachricht, dass die langjährige Audi-Werkstruppe Phoenix dieses Jahr in der DTM keine Aussicht auf einen Einsatz mit dem R8 LMS GT3 hat, war für die DTM eine Hiobsbotschaft. Doch ist damit die Chance komplett vom Tisch, dass das Team von Ernst Moser 2021 in der DTM an den Start geht?

Gerüchte brachten Phoenix in den vergangenen Wochen immer wieder mit einem möglichen Ferrari-Einsatz in Verbindung, da man durch die Kooperation mit dem Wochenspiegel Team Monschau (WTM Racing) von Besitzer Georg Weiss 2021 zwei Ferrari 488 GT3 einsetzen wird.

Hat man dabei auch einen Einsatz in der DTM in Erwägung gezogen? "Die Firma Weiss hat ja zwei Ferraris", erklärt Teamchef Ernst Moser im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Die sind natürlich für andere Projekte völlig ausgebucht", verweist er auf die geplanten Kundensport-Einsätze in der Nürburgring-Langstreckenserie NLS (vormals VLN), beim 24-Stunden-Rennen und in der 24h-Series.

Phoenix-Teamchef: "Ein Auto könnten wir freischaufeln"

Dennoch habe man "darüber nachgedacht, eines der beiden Autos in der DTM einzusetzen", gibt Moser zu. Das wäre in Anbetracht des Terminkalenders - zumindest aus aktueller Sicht - auch durchaus machbar. "Ein Auto könnten wir freischaufeln - das hat Georg Weiss klar signalisiert", sagt der Phoenix-Teamchef.

Der Einsatz des zweiten Autos in der DTM wäre aber kompliziert, da es mit der 24h-Series zwei Überschneidungen gibt, dazu kommen drei Terminkollisionen zwischen NLS und 24h-Series. "Wir müssten also noch ein zweites Auto organisieren, wenn man das machen möchte."

Aber wie realistisch wäre ein entsprechendes Projekt? "Auch da kommen wir relativ schnell zum Thema Kosten", sagt Moser. "Ganz wegschieben möchte ich es nicht, aber es ist halt schwierig, die finanzielle Basis aufzubauen."

Wie realistisch ist die Ferrari-Perspektive?

Wie groß seine Hoffnung ist, dass es klappen könnte? "Hoffnung habe ich nicht", lacht er. "Wir werden sicher bis März alle Möglichkeiten ausloten. Wenn etwas möglich ist, dann sind wir natürlich auch da bereit, uns das genau anzuschauen und das darzustellen."

Er rechne nun aber nicht damit, "dass Ferrari kommt und sagt: 'Auf dich haben wir gewartet! Was brauchst du? Wie viele Autos?' Das glaube ich nicht. Man muss realistisch sein."

Gespräche zum Thema DTM habe es mit Ferrari bereits gegeben, allerdings habe man das Thema nicht vertieft. "Durch unsere Kunden müssen wir mit Ferrari über viele Sachen reden, wie man die ganze Abwicklung und die ganzen Revisionen macht", verweist Moser darauf, dass man mit dem 488 GT3 des WTM-Teams bislang keinerlei Erfahrung habe."

Auch da stößt man beim Budget schnell an die Grenzen"

"Da müssen wir uns erst einarbeiten. Da gibt es diesen Kontakt, der auch sehr gut und sehr eng ist. Natürlich redet man über alles Mögliche, auch über die DTM. Aber mehr auch nicht. Es gibt keine speziellen Termine, bei denen es nur um die DTM geht."

Wie er die Chancen aktuell einschätzt, dass Phoenix der DTM erhalten bleibt? "Auch da stößt man beim Budget relativ schnell an seine Grenzen", so Moser. "Im Moment sehe ich keine Marke, die sagt: 'Klar, Phoenix hat 20 Jahre Erfahrung - die unterstützen wir! Was kostet die Welt?'", verweist er auch auf die schwierige Wirtschaftslage. "Es wird also eher schwierig."

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