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Deutscher NFL-Star sieht Rodgers vor Brady

21.01.2021 11:21
Deutscher NFL-Spieler St. Brown sieht Rodgers vor Brady
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Deutscher NFL-Spieler St. Brown sieht Rodgers vor Brady

Equanimeous St. Brown kann es als vierter Deutscher in den Super Bowl schaffen. Der Wide Receiver der Green Bay Packers zweifelt kein bisschen daran, dass sein Passgeber Aaron Rodgers das Quarterback-Duell gegen Tom Brady am Sonntag für sich entscheidet.

Scheitern? Für Equanimeous St. Brown ist das überhaupt kein Thema. "Wir werden gewinnen. Wie hoch, weiß ich nicht", sagt der Wide Receiver von den Green Bay Packers im Brustton der Überzeugung. Der 24-Jährige ist sicher, dass er in gut zweieinhalb Wochen als vierter deutscher Footballprofi im Super Bowl stehen wird.

Um das zu schaffen, was Markus Koch, Sebastian Vollmer und Mark Nzeocha vor ihm gelang, muss St. Brown noch einen Schritt gehen. Am Sonntag (21:05 Uhr) warten im Conference Championship, dem Play-off-Halbfinale der National Football League (NFL), die Tampa Bay Buccaneers mit Superstar Tom Brady.

"Für mich ist es egal, ob es gegen Tom Brady geht oder nicht", sagt St. Brown dem "SID". Allerdings sei es "für Aaron Rodgers ein bisschen wichtig". Denn Packers-Passgeber Rodgers (37) und Brady (43) stehen sich im Duell der Oldies gegenüber.

"Das sind zwei der besten Quarterbacks der Liga. Vielleicht in der Geschichte der NFL", sagt St. Brown. Tauschen würde er sie nicht wollen, auch wenn Brady mehr Meisterringe hat. "Ich weiß, er hat nicht so viele Super Bowls gewonnen, aber als Quarterback, als Spieler, glaube ich, ist Aaron Rodgers besser", sagt der Passempfänger.

Nach seinem durchwachsenen Rookie-Jahr und der verlorenen Spielzeit 2019/20, die er wegen einer Knöchelverletzung komplett verpasste, hat Equanimeous Tristan Imhotep J. St. Brown den Durchbruch geschafft. Erst als drittem Deutschen gelang ihm in der US-Profiliga ein Touchdown - erlösend.

"Es war sehr wichtig, einen Touchdown zu machen. Ich bin Receiver, das ist mein Job", sagt St. Brown, der gegen die Tennessee Titans in der Endzone einen Pass über 21 Yards fing. So soll es weitergehen, er möchte die Saison "stark beenden".

St. Brown, der in Kalifornien geboren wurde und dessen Mutter Miriam aus Leverkusen stammt, strotzt vor Selbstbewusstein. Am 7. Februar will er in Tampa/Florida beim 55. Super Bowl (LV) antreten. Am Sieg über die Bucs hat er "keine Zweifel. Unsere Offense kann niemand stoppen."

Beleg dafür sei der Viertelfinalsieg über die L.A. Rams. "Wir haben gegen die beste Defense der Liga 32 Punkte gemacht und über 400 Yards", rechnet der Passfänger vor. Hinzu komme die Gewöhnung an die Temperaturen. "Wir spielen im Lambeau Field, in dieser Kälte." Beim Gegner aus Florida sei dagegen "warmes Wetter".

Seit seiner Kindheit sieht er sich Jahr für Jahr das Finale an. Er will kein Zuschauer mehr sein. Da würde es helfen, am Sonntag Catches zu machen. Und Rodgers ("Ein guter Leader") werde ihn suchen. "Er wird nie den Ball zu einem Receiver schmeißen, dem er nicht vertraut."

Bislang fing St. Brown in dieser Saison inklusive Playoffs acht Pässe für 144 Yards. Siebenmal sorgte er für das so wichtige First Down, also vier neue Angriffsversuche. Er will helfen, die Vince Lombardi Trophy zu holen. "Nach jeder Saison ist nur eine Mannschaft zufrieden. Hoffentlich können wir in diesem Jahr den Super Bowl gewinnen", sagt der frühere College-Spieler: "Wir haben eine gute Chance."

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