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Vizeweltmeisterin und Co. vor Biathlon-WM unter Druck

20.01.2021 12:29
Vanessa Hinz muss sich im Biathlon-Weltcup deutlich steigern
© Oryk HAIST via www.imago-images.de
Vanessa Hinz muss sich im Biathlon-Weltcup deutlich steigern

Für einige Biathleten des DSV ist der Druck vor dem Weltcup in Antholz hoch. Die Rennen bieten die letzte Chance zur WM-Qualifikation.

Letzte Ausfahrt Antholz: Knapp drei Wochen vor der WM in Pokljuka stehen Vize-Weltmeisterin Vanessa Hinz, Johannes Kühn, Roman Rees und Philipp Horn beim letzten Weltcup vor den Titelkämpfen enorm unter Druck. Während Franziska Preuß, Arnd Peiffer und Co. bei der Generalprobe ab Donnerstag noch einmal Selbstvertrauen für die WM in Slowenien (10. bis 21. Februar) tanken wollen, muss der Rest des deutschen Teams noch dringend Ergebnisse zur Qualifikation liefern.

"Nach der Woche in Antholz setzen wir uns zusammen, analysieren die Leistungen und entscheiden, mit welchem Team wir zur WM nach Pokljuka fahren", sagte der Sportliche Leiter Bernd Eisenbichler vor den Rennen in Antholz, die am Donnerstag (14:15 Uhr) mit dem Einzel der Frauen über 15 km starten.

Bei den DSV-Frauen haben bisher die formstarke Preuß, Denise Herrmann, Janina Hettich und Maren Hammerschmidt die WM-Norm - einmal Top 8 oder zweimal Top 15 im Weltcup - erfüllt. Bei den Männern sind Peiffer, Benedikt Doll und Erik Lesser fest qualifiziert. Und sonst?

Der erneut nicht berücksichtigte Ex-Weltmeister Simon Schempp hat den Kampf um ein Ticket für Pokljuka schon verloren. Und bei Hinz war zuletzt die Verzweiflung groß. Zwar dürfte die 28-Jährige für die Staffel gesetzt sein, aber eine Nominierung für die WM-Einzelrennen liegt in weiter Ferne. Ein 18. Platz war in diesem Winter das beste Weltcup-Ergebnis von Hinz, die bei der WM 2020 in Antholz noch Vize-Weltmeisterin im Einzel geworden war.

Hinz hofft, "dass der Knoten noch platzt"

Selbst die Teamkolleginnen drücken deshalb fest die Daumen. "Ich hoffe, dass Vanessa sehr gut sein wird", sagte Preuß. "Ich muss Ruhe bewahren. Ich habe mir genügend einen Kopf gemacht, woran es liegt, was los ist. Ich hoffe, dass der Knoten noch platzt", ergänzte Hinz.

Das hofft nicht nur sie. Bei den Männern steht am Freitag (13:15 Uhr) das Einzel-Rennen über 20 km an. Für Kühn, Rees und Horn könnte es bereits die letzte Chance sein. Wie bei den Frauen folgt in Antholz nur noch der Massenstart - und dafür sind lediglich die 25 Bestplatzierten des Weltcups und zusätzlich die fünf besten Athleten des Einzels qualifiziert.

Immerhin nimmt Hinz das Vertrauen vom Staffelsieg in Oberhof mit nach Südtirol. Horn hatte sich dagegen nach seinem Fehlerfestival in der Staffel viel Kritik gefallen lassen müssen. Doch das ist offensichtlich abgehakt. "Jetzt ist es auch mal wieder gut! Deckel drauf! Ich schaue nach vorn", schrieb der 26-Jährige bei Instagram.

Im Höhenflug befindet sich Franziska Preuß, die in Oberhof erst die Staffel zum Sieg geführt und dann im Massenstart den zweiten Weltcup-Sieg ihrer Karriere nur um 3,9 Sekunden verpasst hatte. Für Antholz sei sie "angriffslustig", kündigte Preuß forsch an.

Vor allem der Triumph mit dem Team hat den DSV-Biathletinnen viel Zuversicht gegeben. Sie hoffe, betonte Herrmann, "dass wir für die nächste Zeit eine Menge Euphorie, Energie und Motivation mitnehmen".

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