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Stimmen zum 17. Bundesliga-Spieltag

Flick sieht "zu viele Fehler", Kimmich übt Kritik

21.01.2021 07:35

Zum Auftakt des 17. Spieltags der Fußball-Bundesliga zitterte sich Gladbach zum Sieg gegen Werder Bremen, während der BVB durch eine Niederlage bei Bayer Leverkusen erneut Federn ließ. Am Mittwoch folgten dann die nächste Pleite für den FC Schalke 04 und ein knapper Erfolg des FC Bayern. Die Stimmen zu allen Partien:

  • Arminia Bielefeld - VfB Stuttgart (3:0)

Uwe Neuhaus (Trainer Arminia Bielefeld): "Auch wenn Wamangituka und Gonzalez gefehlt haben, hat Stuttgart enorm viel Qualität und Tempo im Spiel. Das mussten wir absichern, das haben wir das eine oder andere Mal nicht perfekt machen können, aber im Grunde bin ich damit sehr zufrieden gewesen."

Stefan Ortega (Torhüter Arminia Bielefeld) zu seiner Parade mit der Hacke: "Es tut immer gut, auch so einen Ball zu halten. Es war ein wichtiger Zeitpunkt, da nicht in Rückstand zu geraten. Wir haben richtig gut verteidigt als Mannschaft. Es war schwer, weil Stuttgart eine richtig gute Mannschaft hat, die richtig guten Fußball spielt. Sie waren sehr druckvoll."

Fabian Klos (Torschütze Arminia Bielefeld): "Wir haben viele Möglichkeiten, Tore zu erzielen, in den letzten Wochen ausgelassen und den letzten Zug zum Tor vermissen lassen. Das war heute anders und es ist ein schönes Gefühl, dass wir als Mannschaft in der Lage sind, drei Tore in einem Spiel zu schießen."

Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Ich hätte mir ein Tor gewünscht, die Chancen waren da. Die Arminia hat das aber auch gut gemacht und wir haben nicht dagegenhalten können."

Sasa Kalajdzic (VfB Stuttgart) zur Ortegas Glanztat: "Ich habe ihm beim darauffolgenden Eckball gesagt, das er den mörderisch gehalten hat. Ich habe die Richtung vom Ball verändert und bei einem anderen Torhüter geht er vielleicht rein. Bei mir sollte es heute einfach nicht sein. Mund abwischen und Samstag weitermachen."

  • FC Augsburg - FC Bayern München (0:1)

Heiko Herrlich (Trainer FC Augsburg): "In der ersten Halbzeit hat man gesehen, welche Qualität die Bayern haben, da haben sie uns immer wieder vor Aufgaben gestellt. In der Pause habe ich meine Mannschaft ermutigt, Fußball zu spielen - das hat sie gemacht. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt. Leider hat es nicht geklappt, das ist ärgerlich. Aber wenn wir mit der Mentalität spielen, werden wir auch wieder punkten."

Alfred Finnbogason (FC Augsburg) zu seinem verschossenen Elfmeter: "Das ist natürlich sehr, sehr bitter. Den muss ich machen. Da gibt es keine Entschuldigung."

Stefan Reuter (Geschäftsführer Sport FC Augsburg): "Man konnte sehen, dass der Glaube bis zum Schluss da war. Wir haben in der zweiten Halbzeit richtig gute Tormöglichkeiten gehabt und einen Elfmeter, den wir leider an den Pfosten schießen. Alfred Finnbogason ist normalerweise ein extrem sicherer Schütze, macht ihn heute aber leider nicht. Dann hat Niederlechner eine richtig gute Chance. Jensen und Uduokhai auch noch mit einem Kopfball. Es ist bitter heute, dass wir mit leeren Händen dastehen. Aber der Mannschaft muss man ein Kompliment machen, weil sie wirklich bis zum Ende dran geglaubt hat."

Hansi Flick (Trainer FC Bayern München):

... zum Spiel: "Die zweite Halbzeit gibt uns Anlass, das Ganze kritisch zu sehen - aber auch die erste, da mussten wir das Spiel für uns entscheiden. Wenn man was Positives rausziehen möchte: Die Mannschaft hat gefightet, die Null steht. Aber klar ist, dass wir in der zweiten Halbzeit zu viele Fehler gemacht haben und zu viele Ballverluste hatten."

... zur Auswechslung von Robert Lewandowski: "Es ist so, dass er es heute schon angedeutet hat, dass er etwas spürt in der Muskulatur, Oberschenkel-Rückseite. Ich habe ihm gesagt, dass er ein Zeichen geben soll, wenn er etwas spürt. Wir wollen kein Risiko eingehen. Robert ist für uns ein sehr wichtiger Spieler. Gerade in den Spielen, die wir bis zur Länderspielpause haben, brauchen wir jeden einzelnen Spieler, gerade auch Robert. Es war präventiv, er hat keine Verletzung."

Manuel Neuer (Torhüter FC Bayern München) ...

... zu seinem eingestellten Rekord von Oliver Kahn (196. Mal ohne Gegentor): "Das ist deshalb besonders, weil wir vorne nur ein Tor gemacht haben und damit die drei Punkte gesichert haben. Man muss versuchen, immer besser zu werden. Wer weiß, wer in Zukunft den nächsten Rekord bricht. Es werden ja auch Torhüter nach mir kommen und dementsprechend gibt es da immer ehrgeizige Ziele."

... zum Spiel: "Wir hatten nicht mehr so die Selbstverständlichkeit in unserem Spiel nach vorne. Wir waren uns in der Halbzeit zu sicher, dass wir das Tor machen werden. Das lag in der ersten Halbzeit schön öfter auf dem Fuß, da haben wir schon Großchancen gehabt. Aber es kam leider anders. Wir haben zwei Torchancen dann nur gehabt und das war ein bisschen zu wenig für uns. Dann mussten wir mit Mann und Maus hinten kämpfen, dass wir auch wirklich die Null hinten halten."

... auf die Frage, wie viel Selbstverständnis nach den Niederlagen in Mönchengladbach und Kiel verloren gegangen ist: "Ich denke, dass wir jetzt auch wieder positive Resultate erzielt und ein gutes Spiel gegen Freiburg gemacht haben. Auch heute haben wir eine gute erste Halbzeit gezeigt. Natürlich haben wir nicht die Selbstverständlichkeit wie früher, einen Gegner auch über 90 Minuten zu dominieren. Aber man kann ja nicht nur alles schlecht reden."

... auf die Frage, ob sich der Kopf oder die Beine aktuell müder anfühlen: "Als Torwart natürlich eher der Kopf, ist ja klar. Körperlich bin ich fit und physisch auch. Dennoch ist es viel, was wir in den letzten Wochen und Monaten abgespult haben. Wir haben in der jüngsten Vergangenheit Höhen und Tiefen gehabt. Nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Kiel haben wir einen Motivationsschub bekommen, dass wir uns wieder präsentieren müssen und zeigen, dass wir der FC Bayern sind, dass wir den Gegner dominieren und dass wir unser Spiel auch gewinnen. Jetzt haben wir zwei Spiele hintereinander gewonnen. Das war ein Zeichen an die Konkurrenz."

Joshua Kimmich (FC Bayern München): "Wir müssen auch über die erste Halbzeit sprechen. Auch, wenn wir nicht die hundertprozentigen Chancen hatten, hatten wir trotzdem acht, neun oder zehn Halbchancen. Da müssen wir auf jeden Fall mit 2:0 oder 3:0 in die Halbzeit gehen, dann kann sich hier gar keiner beschweren. In der zweiten Halbzeit, wie so oft, wenn wir in Führung liegen, bekommen wir es nicht hin, souverän weiter zu spielen. Dann müssen wieder fighten und spielen nicht aufs zweite oder dritte Tor. Wir haben nur eine Möglichkeit, die der Lewy leicht verstolpert hat. Ansonsten war das in der zweiten Halbzeit dünn, was wir da angeboten haben."

  • SC Freiburg - Eintracht Frankfurt (2:2)

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Eintracht Frankfurt hat eine sehr gute Mannschaft, wie jeder gesehen hat. Fußballerisch ist das mit das Beste derzeit. Es war ein sehr intensives Spiel. Das 2:2 ist gerecht."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Es war ein gutes und intensives Spiel. Beide Mannschaften wollten gewinnen. In Summe war es ein gerechtes Unentschieden."

  • RB Leipzig - Union Berlin (1:0)

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Die Jungs waren heute unglaublich reif im Kopf und haben sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die nötige Geduld war wichtig. Am Ende haben wir völlig verdient gewonnen. Grundsätzlich sind wir zufrieden mit der Hinrunde."

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Wenn man sich das Spiel über 90 Minuten anschaut, geht der Sieg für Leipzig in Ordnung. Aber wir waren sehr nah dran. In der zweiten Hälfte hat der Druck enorm zugenommen."

  • FC Schalke 04 - 1. FC Köln (1:2)

Christian Gross (Trainer FC Schalke 04): "Eine taktische Undiszipliniertheit beim Gegentor hat uns noch mehr in Rücklage gebracht. Wir gleichen aus, haben es auf dem Fuß, das 2:1 zu schießen - und kriegen dann das Tor. Aber der mutige Auftritt der Mannschaft stimmt mich trotz der Niederlage zuversichtlich, wir müssen den Blick nach vorne richten."

Omar Mascarell (FC Schalke 04): "Wir müssen an uns glauben, bis zum Ende kämpfen und niemals aufgeben."

Klaas-Jan Huntelaar (FC Schalke 04):

... zur Stimmung in der Kabine nach dem Spiel: "Natürlich ist Niedergeschlagenheit da. Die zweite Halbzeit war sehr gut. Wir haben gut gespielt, aber leider nicht gewonnen. Wir waren kurz davor, aber Köln hat dann einen guten Konter, den sie reinschießen.

... zu seiner Ansprache an die Mannschaft: "Wir haben über einige Situationen des Spiels gesprochen. Was in der ersten Halbzeit nicht so gut geklappt hat und zu versuchen, es in der zweiten Halbzeit besser zu machen."

... auf die Frage, was die Niederlage für den Abstiegskampf bedeutet: "Jetzt sind 17 Spiele vorbei und es kommen die nächsten 17 Spiele. Wenn wir so weiterspielen, wie in der zweiten Halbzeit, dann kommen wir da raus."

... auf die Frage, ob er weiß, worauf er sich bei Schalke eingelassen hat: "Das wusste ich schon vorher. Ich sage es nochmal: Wenn wir weiter so spielen, wie in der zweiten Halbzeit, dann ist die Hoffnung da. Der Kampf war gut. Wir haben leider nicht das zweite Tor gemacht."

... auf die Frage, wann sich entschieden hat, dass er nicht spielen kann: "Beim Einlaufen. Ich bin heute Morgen gelaufen und es geht schon ein bisschen besser. Ich hoffe, nächstes Spiel wieder da zu sein."

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln): "Über weite Strecken des Spiels war ich sehr zufrieden, hatte aber die Befürchtung, dass es, wenn du das zweite Tor nicht machst, gefährlich werden könnte. Leider kam's so. Zum Glück haben wir in der letzten Minute das Tor gemacht, über die gesamte Spielzeit gesehen, ist es ein verdienter Sieg."

  • Borussia Mönchengladbach - Werder Bremen 1:0

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir hatten Feldvorteile, ohne klare Chancen zu haben. Ich hatte trotzdem in der Pause ein gutes Gefühl. Bremen hat nach unserer Führung noch einmal richtig Druck gemacht. Am Ende hatten wir beim Pfostenschuss das Glück, das wir in dieser Saison manchmal nicht hatten."

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Beide Mannschaften hatten ihren Plan. Der ist aus unserer Sicht lange Zeit gut aufgegangen. Der Unterschied war, dass Gladbach die eine Chance nutzt. Es war eine unglückliche Niederlage. Aufgrund der Chancen hätten wir mindestens einen Punkt verdient gehabt. Mit der Leistung bin ich sehr zufrieden, mit dem Ergebnis extremst unzufrieden.

  • FSV Mainz 05 - VfL Wolfsburg 0:2

Bo Svensson (Trainer FSV Mainz 05): "Es war lange ein Spiel ohne richtige Torchancen. Auf dem Platz war es schwer, flüssigen Fußball zu spielen. Deshalb war es klar, dass die Mannschaft mit dem ersten Tor als Sieger vom Platz gehen würde. Leider haben wir die entscheidenden Fehler gemacht und Wolfsburg eingeladen. Trotzdem müssen wir nach vorne schauen und die Dinge mitnehmen, die wir gut gemacht haben."

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Ich bin heute sehr froh, dass wir gewinnen konnten. Es war ein richtiges Kampfspiel, es war sicherlich von beiden Mannschaften kein fußballerischer Leckerbissen. Wir haben aber zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt. Wichtig war, dass wir defensiv sicher standen, wir haben nichts zugelassen. Mainz hat gezeigt, dass sie ein sehr unangenehmer Gegner sind."

  • Bayer Leverkusen - Borussia Dortmund 2:1

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen. Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Wir hätten das 2:0 machen müssen, so wird es gefährlich. Es war dann in der zweiten Halbzeit ein offener Schlagabtausch. Aber wir haben es am Ende gut gemacht."

Edin Terzic (Trainer Borussia Dortmund): "Leverkusen hat es sehr gut gemacht und uns das Leben schwer gemacht. Wir sind gut ins Spiel gekommen. Mit der Reaktion auf den Gegentreffer bin ich nicht zufrieden. In der zweiten Halbzeit haben wir bis zur 70. Minute gute Torchancen gehabt, da hätten wir auch in Führung gehen können. Aber wir wollten den Ball teilweise ins Tor tragen. Und dann im Konter, eine der Stärken von Leverkusen, bekommen wir das Gegentor."


  • Hertha BSC - TSG Hoffenheim 0:3

Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC): "Die Enttäuschung ist riesengroß heute. Jeder hat gesehen, wie wir ins Spiel reingegangen sind und Hoffenheim bis zum Gegentor beherrscht haben. Das ist sinnbildlich für die ganze Vorrunde, dass wir durch einen abgefälschten Schuss in Rückstand geraten. In der zweiten Halbzeit sind wir wieder positiv aus der Kabine gekommen. Wir haben dann aber unseren Faden verloren und danach das zweite und dritte Tor kassiert."

Niklas Stark (Hertha BSC): "Wir haben auf einen Befreiungsschlag gehofft. Man hat an den Reaktionen der Hoffenheimer nach dem Schlusspfiff gesehen, wie wichtig dieses Spiel war. Umso bitterer ist es natürlich für uns, weil wir die Partie auch weitestgehend gut gestaltet haben. Allerdings haben wir vorne nicht den letzten entscheidenden Pass gefunden. Wir müssen alle gemeinsam - auch das Mittelfeld und die Abwehr - daran arbeiten, mehr Torgefahr auszustrahlen. Die Hälfte der Saison ist gespielt, wir müssen dringend damit anfangen mehr Zählbares aus den Partien mitzunehmen."

Krzysztof Piątek (Hertha BSC): "Das ist ein bitterer Moment für uns, denn wir brauchen die Punkte. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Spielen etwas einsammeln. Wir hatten die Chancen zu treffen - so wie beim Elfmeter - aber so ist Fußball: Wenn du nicht triffst, kannst du nicht gewinnen. Die Hinrunde war nicht gut. Ich hoffe, wir finden für die zweite Saisionhälfte Lösungen, um besser zu spielen." 

Sebastian Hoeneß (Trainer TSG Hoffenheim) ... über den verletzten Kevin Vogt: "Er ist auf dem Weg ins Krankenhaus. Wir hoffen, dass in der Schulter nichts beschädigt ist, mehr erfahren wir erst morgen."

... zum Spiel: "Wir sind sehr glücklich mit dem Sieg. Wir hatten einen sehr günstigen Spielverlauf. Der Olli Baumann hält einen Strafstoß des Gegners. Das war mental wichtig. Wir haben sehr diszipliniert verteidigt und Nadelstiche gesetzt. Das nehmen wir heute einfach mit. Wir waren effektiv. Da bauen wir drauf auf. Die Punkte tun uns gut."

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