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Digitale Schach-Branche boomt

Schachspieler Magnus Carlsen ist Topverdiener im eSports

18.01.2021 13:23
Schachspieler Magnus Carlsen ist Topverdiener im eSports
© Saikat Paul via www.imago-images.de
Schachspieler Magnus Carlsen ist Topverdiener im eSports

Der Norweger Magnus Carlsen verdiente im vergangenen Kalenderjahr mehr als eine halbe Million US-Dollar mit digitalem Schachspielen. Der amtierende Weltmeister stellt damit den Topverdiener unter den eSportlern dar, auch weil viele etablierte Wettkämpfe wie die Dota-2-WM im Jahr 2020 nicht stattgefunden haben.

Im Rahmen der Corona-Pandemie konnten zahlreiche Online-Schachplattformen einen teilweise erheblichen Anstieg ihrer Nutzer-Zahlen verzeichnen. Besagter Boom resultierte unter anderem in steigenden Preisgeldern und höheren Reichweiten von Streams. Neben Carlsen strichen mit den Großmeistern Hikaru Nakamura und Wesley So zwei weitere Schachspieler Einnahmen von über 250.000 US-Dollar ein.

Zahlreiche Turniere fallen Pandemie zum Opfer

Während die digitale Schach-Branche von der Pandemie profitieren konnte, mussten zahlreiche etablierte Turniere abgesagt werden. So kam es erstmals seit 2010 zu keiner Austragung der mit einem Rekordpreisgeld von mindestens 40 Millionen US-Dollar angesetzten Dota 2-WM "The International". Auch ein Counter-Strike Major, der Fortnite World Cup oder der FIFA eWorld Cup fanden im vergangenen Jahr nicht statt.

Das im professionellen eSport insgesamt ausgeschüttete Preisgeld fiel im Vergleich zu 2019 um nahezu 80%. Zwar konnten viele Turniere oder Ligen spontan online ausgetragen werden, abgesehen von Ausnahmen wie beispielsweise der League of Legends World Championship oder der Call of Duty League Championship fielen die ganz großen Events jedoch zumeist der Pandemie zum Opfer.

Für dieses Jahr haben die entsprechenden Spieleentwickler die Austragung von wichtigen eSports-Turnieren wie die Dota 2-WM, ein Counter-Strike Major oder den FIFA eWorld Cup angekündigt. Dass auch 2021 wieder ein Schachspieler wie Magnus Carlsen den Topverdiener der Branche darstellt, ist unter diesen Umständen schwer vorstellbar.