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Yamaha-Duo freut sich auf Testfahrer Crutchlow

17.01.2021 10:01
Vinales und Quartararo freuen sich auf die neue Saison
© via www.imago-images.de
Vinales und Quartararo freuen sich auf die neue Saison

2020 erzielte Yamaha zwar die meisten Siege von allen Herstellern, hatte im Kampf um den Titel gegen die Konkurrenz aber keine Chance. Probleme mit der Zuverlässigkeit und schwankende Leistungen warfen die Japaner zurück.

Die Kritik der Fahrer mit aktuellem Werksmaterial wurde gegen Saisonende immer lauter, vor allem weil Franco Morbidelli auf dem Vorjahresbike (samt ein paar Upgrades) deutlich stärker punkten und sich letztlich sogar den Vizetitel sichern konnte. So wurde in den Medien gar über eine Rückrüstung auf die 2019er-Maschine spekuliert.

Darauf angesprochen versichert Fabio Quartararo, der 2021 von Petronas ins Yamaha-Werksteam aufsteigt: "Ich habe nicht nach dem Motorrad des Vorjahres verlangt. Ich habe nur gesagt, dass das Vorjahresmodell einige positive Eigenschaften hat und dass, wenn wir diese auf das aktuelle Bike übertragen, das sehr gut sein könnte."

Quartararo sicher: "Können uns 2021 steigern"

Und Quartararo muss es wissen, schließlich stand er in seiner Rookie-Saison mit dem 2019er-Bike siebenmal auf dem Podest - und damit öfter als im vergangenen Jahr, wo er zwar drei Siege feierte, aber sonst vor allem Ausreißer nach unten hatte.

"Was die neue Saison betrifft, habe ich mit Maverick (Vinales, neuer Teamkollege; Anm. d. R.) noch nicht viel gesprochen. Aber anhand seiner Kommentare sieht es so aus, als hätten wir recht ähnliche Probleme. Ich bin gespannt, was wir 2021 erreichen können. Ich glaube, dass wir uns, wenn wir ein paar Dinge ändern, steigern können."

Dabei soll dann auch Testfahrer Cal Crutchlow helfen, der nach seinem Rückzug als Stammfahrer bei LCR-Honda zu Yamaha stößt. "Ich denke, für uns ist das sehr wichtig. 2020 hat unser Testfahrer nicht viele Runden gedreht", erinnert Quartararo an Jorge Lorenzos geringe Testaktivität, auch bedingt durch die Corona-Pandemie.

Was Vinales an Crutchlow besonders schätzt

"Daher glaube ich, dass es großartig sein wird, jemanden zu haben, der wirklich viel fahren und mit Yamaha testen will. Das hat uns zuletzt gefehlt. Cal ist mit der Honda gefahren, außerdem war er bei Yamaha und Ducati. Ich sehe darin also eine tolle Gelegenheit für Yamaha", unterstreicht der Franzose Crutchlows Erfahrenheit.

Und auch Vinales bewertet dessen Ankunft als Testfahrer positiv: "Was ich an ihm mag, ist, dass er sehr direkt in seinen Kommentaren ist. Wenn er also etwas Schlechtes über dich zu sagen hat, dann wird er das auch sagen. Und genau das brauchen wir."

"Wir müssen verstehen, was funktioniert und was nicht - aber nicht erst in fünf Monaten, sondern innerhalb eines Tages. Denn wir müssen uns dringend steigern", weiß der Yamaha-Pilot, der es 2020 auch nur dreimal aufs Podium schaffte und in der Gesamtwertung als Sechster deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb.

"Ich glaube, Cal könnte das Motorrad auf jeden Fall verbessern", sagt Vinales weiter. "Denn was wir bei Honda sehen, ist, dass es jede Menge Hinterradgrip haben. Er weiß das. Wenn wir diese Information für uns nutzen könnten, wäre das gut."

Denn fehlender Grip am Hinterrad ist, neben dem Topspeed-Nachteil, die Achillesferse von Yamaha. "Auch mit seinem Fahrstil kann er viel Input beisteuern. Und wie gesagt, ich mag seinen Charakter. Er ist sehr direkt", betont Vinales. Bei den Vorsaisontests im Februar/März wird er sich davon dann selbst überzeugen können.