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Zeitung hatte zuvor über Planänderungen berichtet

Formel 1 dementiert Gerüchte: Neues Reglement kommt 2022

13.01.2021 13:19
Im Oktober 2019 wurde das Reglement (ursprünglich für 2021) präsentiert
© HOCH ZWEI/Pool/HAMAD I MOHAMMED
Im Oktober 2019 wurde das Reglement (ursprünglich für 2021) präsentiert

Die Formel 1 hält an ihrem Plan fest: Das neue Technische Reglement wird mit der Saison 2022 eingeführt. Das hat ein Sprecher heute bestätigt, nachdem anderslautende Medienberichte veröffentlicht wurden. In Italien wurde etwa spekuliert, dass die neuen Regeln aufgrund der anhaltenden Pandemie um ein weiteres Jahr verschoben werden könnten.

Laut einem Bericht der "Gazzetta dello Sport" bedroht die anhaltende Pandemie samt neuer Virusmutation, strengen Lockdown-Bestimmungen in Großbritannien (immerhin der Sitz von sieben von zehn Formel-1-Teams) und Wirtschaftskrise die Pläne der Formel 1.

Hinter den Kulissen hätten bereits Gespräche über potenzielle Gegenmaßnahmen stattgefunden. Eine Hypothese, die in dem Artikel diskutiert wird: Die Verschiebung des kostspieligen neuen Technischen Reglements auf 2023. Bereits im Vorjahr wurde die Verschiebung auf 2022 beschlossen.

"Jegliche Andeutung ist falsch"

Die wirtschaftlich schwierige Lage in Kombination mit dem enormen (finanziellen) Aufwand für die Entwicklung und Herstellung der neuen Auto-Generation sei für manch kleinere Teams gar existenzbedrohend, warnt die italienische Zeitung.

Die Formel 1 beharrt jedoch auf der Einführung des neuen Reglements im kommenden Jahr. In einem Statement bekräftigt ein Sprecher die Pläne: "Jegliche Andeutung, dass sich das Reglement 2022 verzögern könnte, ist falsch und wurde nicht diskutiert."

Das neue Reglement, das unter anderem dem Ground-Effekt ein Revival beschert, ziele darauf ab, "den Wettbewerb auf der Strecke zu verbessern und den Fans engeres Racing zu bieten". In Kombination mit der Budgetobergrenze, die ab diesem Jahr in Kraft tritt, werde dies den Sport insgesamt verbessern.

Außerdem werde das neue Reglement "ein gesünderes und stärkeres Geschäftsmodell für den gesamten Sport schaffen", heißt es in dem Statement. Bereits im Vorjahr gab es Überlegungen von manchen Teams, die neue Generation erst 2023 einzuführen.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner meinte etwa: "Meiner Meinung nach wäre es total unvernünftig, wenn wir 2021 die Bürde hoher Entwicklungskosten hätten." Er spracht sich dafür aus, die Entwicklungskosten auf 2022 zu verschieben.

Doch Sportchef Ross Brawn stellte sich vehement gegen diese Anregung. Der Brite betonte hingegen, dass die neuen Autos weniger technisch komplex sein werden. Das würde wiederum Geld sparen, wenn der Übergang erst einmal geschafft sei.

Brawn: Geld darf nicht die einzige Priorität sein

Noch im Vorjahr sprach er von einer "gerechtfertigten Notwendigkeit", das neue Reglement auf 2022 zu verschieben. Jedoch werde der Sport dank des neuen Reglements wirtschaftlich auf gesündere Beine gestellt. Deshalb möchte Liberty Media die Einführung nicht weiter hinauszögern.

"Die Autos, die wir derzeit haben, sind so komplex, dass man umso schneller wird, je mehr man ausgibt." Dieses "Gefälle" der Team-Ausgaben müsse ausgeglichen werden. Liberty möchte eine Situation schaffen, "in der Geld nicht die einzige Priorität ist", wenn es um Konkurrenzfähigkeit geht.

"Deshalb brauchen wir diese neuen Autos, um dieses Gefälle auszugleichen." Und obwohl auf die Teams steigende Kosten durch die Entwicklung der 2022er-Boliden neben den aktuellen Autos zukommen werden, sorgt die Budgetobergrenze dafür, dass die Ausgaben nicht außer Kontrolle geraten.

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