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"Gewaltige Herausforderung" für Mercedes

Toto Wolff erwartet "Erdbeben" in der Formel 1

13.01.2021 14:10
Erwartet ein "Erdbeben" durch die neuen Formel-1-Regeln: Toto Wolff
© HOCH ZWEI/Pool/Dan Istitene - Fo
Erwartet ein "Erdbeben" durch die neuen Formel-1-Regeln: Toto Wolff

Mercedes-Teamchef Toto Wolff sieht aufgrund der großen Umwälzungen in der Formel 1 spannende Zeiten auf den Weltmeister-Rennstall zukommen.

"Wir haben eine gewaltige Herausforderung vor uns mit den leicht angepassten Regeln für 2021 und dem Erdbeben der Regeländerungen für 2022", sagte Wolff gegenüber "Autosport".

Mercedes müsse sich angesichts der neuen Budget-Obergrenze in der Formel 1 "anders strukturieren, als wir es bisher getan haben", sagte Wolff. Es werde ein "interessantes Jahr" für die Silberpfeile.

"Es gibt Faktoren, die gegen uns arbeiten und und sehr motivieren und es gibt Faktoren, die für uns arbeiten, weil wir glauben, dass wir ein gutes Team haben", ergänzte der Österreicher. "Grundsätzlich begrüßen wir Veränderung und haben das auch in der Vergangenheit immer getan. Also schauen wir mit Vorfreude auf 2022."

Wolff selbst hatte sich nach längerer Hängepartie zu Mercedes und seiner Rolle als Teamchef bekannt. Der neue Vertrag des 48-Jährigen läuft bis 2023.

Formel 1: Toto Wolff spricht über Nachfolge-Regelung bei Mercedes

"Ich genieße die Beziehungen innerhalb des Teams und solange ich den Eindruck habe, dass ich meinen Teil zum Erfolg beitragen kann, bleibe ich in meiner jetzigen Rolle dabei", sagte Wolff. "Gleichzeitig muss ich aber darauf achten, dass ich keinen Engpass in Sachen Führungsqualitäten kreiere. Das bin ich meinen Angestellten, Mercedes und den Shareholdern schuldig. Es wird eine Zeit kommen, in der ich den Staffelstab weiterreichen werden an jemanden, der es besser macht als ich."

Wolff, der neben Daimler und dem Chemie-Riesen Ineos nun ein Drittel der Anteile an Mercedes hält, äußerte sich auch zu den langwierigen Verhandlungen vor seiner Vertragsverlängerung.

"Es ging ja nicht einfach nur darum, ein Angestelltenverhältnis auszudehnen, weil wir über die zukünftige Beziehung der Anteilseigner sprechen mussten. Und das ist etwas, was eben seine Zeit dauert." Das sei "der normale Lauf der Dinge", so Wolff. Sein Verhältnis zu Daimler und Konzern-Chef Ola Kallenius sei "so gut, wie es nur sein kann".

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