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IOC: Impf-Vorrang von Athleten könnte Tokio-Spiele retten

06.01.2021 16:35
Ist seit 1978 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees: Richard Pound
© dpa
Ist seit 1978 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees: Richard Pound

Um die Olympischen Spiele im Sommer in Tokio trotz Corona austragen zu können, sollen die Athleten aus Sicht des dienstältesten IOC-Mitglieds Richard Pound bei der Impfung Vorrang haben.

Er glaube nicht, dass die verhältnismäßig sehr wenigen für die Sportler benötigten Impfdosen für einen öffentlichen Aufschrei sorgen würden, sagte der 78 Jahre alte Kanadier, der seit 1978 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees ist, dem Nachrichtenkanal Sky News (Mittwoch).

Jedes Land müsse eine Entscheidung treffen, so Pound. Zwar könne es Menschen geben, die ein "Vordrängeln" der Sportler kritisieren, die Impfung sei aber der realistischste Weg, die Spiele zu retten, die im vergangenen Jahr auf 2021 verschoben worden waren.

Auch IOC-Präsident Thomas Bach hatte sich für eine möglichst umfassende Impfung der Athleten ausgesprochen, eine Impfpflicht aber ausgeschlossen. Das Thema Impfen im Sport gilt als umstritten und wird international diskutiert.

Die Sommerspiele in Japans Hauptstadt sollen am 23. Juli eröffnet werden – zuletzt stiegen die Corona-Infektionszahlen vor Ort aber drastisch an. Trotz drohendem Corona-Ausnahmezustand für den Großraum Tokio verspricht Ministerpräsident Yoshihide Suga "sichere und geschützte" Sommerspiele. Die Vorbereitungen sollen fortgesetzt werden.

 

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