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"Es war ein Traum": DEB-Boss lobt Nachwuchs nach WM-Aus

03.01.2021 13:23
Die Eishockey-U20 des DEB kam bei der WM bis ins Viertelfinale
© ANDY DEVLIN via www.imago-images.de
Die Eishockey-U20 des DEB kam bei der WM bis ins Viertelfinale

Für das Halbfinale hat es nicht ganz gereicht, aber die deutschen Eishockey-Junioren haben bei der U20-WM in Kanada nicht nur Verbandspräsident Franz Reindl stolz gemacht.

"Der historisch erste Viertelfinal-Einzug war eigentlich unmöglich, aber die Jungs haben es möglich gemacht. Sie sind als Truppe zusammengewachsen und haben sich irgendwann in einen Rausch gespielt", sagte Reindl dem "SID": "Es war ein Traum, ihnen dabei zuzusehen. Ich bin total begeistert."

Im Halbfinale in Edmonton schied das Team von Trainer Tobias Abstreiter zwar knapp mit 1:2 (0:1, 0:1, 1:0) gegen Favorit Russland aus, doch schon das Erreichen der K.o.-Runde war angesichts der Umstände ein Riesenerfolg für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Bis zwei Tage vor dem WM-Start musste das DEB-Team wegen acht positiv getesteter Spieler in Quarantäne, später kam noch ein neunter Fall dazu.

Debakel gegen Kanada als Weckruf 

Ersatzgeschwächt kassierte die Mannschaft um Ausnahmetalent Tim Stützle im zweiten Spiel eine denkwürdige 2:16-Klatsche gegen Kanada - doch davon ließen sich die Youngster nicht unterkriegen.

Angetrieben von Stützle und John-Jason Peterka folgten zwei dramatische Siege gegen die Slowakei (4:3 n.V.) und die Schweiz (5:4). "Das zeigt ihren Charakter, ihre Leidenschaft und auch ihre Qualität", sagte Reindl: "Und es zeigt auch, dass unser Nachwuchs-Konzept Früchte trägt."

Vor allem Stützle, der im NHL-Draft von den Ottawa Senators an Nummer drei ausgewählt worden war, bewies im Eishockey-Mutterland seine große Klasse. "Wie er seine Rolle auf dem Eis und in der Kabine angenommen hat, ist phänomenal", schwärmte Reindl: "Er ist ein Top-Leader, ausgestattet mit einem unglaublichen Talent."