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Bundesliga

Kein Ende der Horror-Serie in Sicht

Klatsche in Berlin: Gross-Debüt bei Schalke misslungen

03.01.2021 07:24
Schalke-Keeper Fährmann musste dreimal hinter sich greifen
© Tim Rehbein/RHR-FOTO via www.imago-images.de
Schalke-Keeper Fährmann musste dreimal hinter sich greifen

Neuer Trainer, neues Jahr, gleiche Misere: Der FC Schalke 04 verliert auch beim Debüt von Christian Gross und ist nur noch ein siegloses Spiel vom Negativrekord von Tasmania Berlin entfernt.

Trotz einiger zunächst guter Ansätze unterlag der seit nun 30 Liga-Partien sieglose Revier-Klub am Samstagabend bei Hertha BSC am Ende mit zu wenig Gegenwehr 0:3 (0:1).

Mattéo Guendouzi (36. Minute), Jhon Córdoba (52.) und der kurz zuvor eingewechselte Krzysztof Piatek (80.) verdarben mit ihren Treffern im Berliner Olympiastadion den Einstand von Gross als viertem Schalke-Coach und möglicherweise letztem Hoffnungsträger in dieser Saison.

Uth: Schalke "braucht Spieler, die sofort helfen können"

"Die zweite Halbzeit, wenn wir so spielen, sind wir nicht wettbewerbsfähig", sagte Schalke-Profi Mark Uth bei "Sky" mit klaren Worten. Ebenso deutlich forderte er Verstärkungen in der Winterpause.

"Die Verantwortlichen müssen auf dem Transfermarkt noch tätig werden. Wir brauchen Spieler, die uns sofort weiter helfen können."

Bislang haben die Schalker diesen Winter Sead Kolasinac vom FC Arsenal per Leihe geholt, der Verteidiger darf frühestens gegen Hoffenheim eingesetzt werden.

"Ich freue mich jetzt auf Seo, weil er den Verein kennt und uns helfen kann", sagte Uth. Bei Neuzugängen denkt der Offensivspieler vor allem an einen weiteren Stürmer. Der 19 Jahre alte Matthew Hoppe, der in Berlin in der Spitze startete, haue sich voll rein. "Aber es ist halt schwer in der Bundesliga", sagte Uth.

Schalke droht Horror-Rekord am nächsten Spieltag

Schon am kommenden Samstag droht Königsblau im Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim als Tabellenletztem der Fußball-Bundesliga die Einstellung der fast 54 Jahre alten traurigen Tasmania-Rekordmarke. Die Hertha setzte mit dem zweiten Saison-Heimsieg das von Trainer Bruno Labbadia und Manager Michael Preetz geforderte Signal zum erhofften Anschluss an die obere Tabellenhälfte. Für das nicht mehr unumstrittene Führungsduo der Berliner waren die drei Punkte ein Befreiungsschlag.

In blauer Schalke-Jacke und mit den Händen meist in den Hosentaschen stand Gross in seiner Coaching-Zone. "Ich bin in der Sache hart, aber ich weiß, was es braucht hier im Abstiegskampf. Ich muss zusprechen, sie unterstützen und natürlich in erster Linie loben", sagte der 66 Jahre alte Schweizer vor dem Anpfiff bei "Sky".


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Wunder konnte er nach langjähriger Bundesliga-Absenz aber nicht vollbringen. Sein Team verdiente sich aber durchaus freundliche Worte. Gegen die nach jüngsten Enttäuschungen verunsicherten Berliner hielt Schalke lange kompakt dagegen und hatte auch seine Chancen.

Schwolow stark gegen Uth

Der bei seinem Comeback nach schwerer Kopfverletzung recht agile Mark Uth (11.) prüfte Alexander Schwolow. Teeanger-Stürmer Matthew Hoppe (21.) bereitete dem Hertha-Schlussmann mit einem Kopfball Probleme. Glänzend reagierte Schwolow gegen Uth (28.), als dieser nach einem Konter frei vor ihm auftauchte.

Hertha-Trainer Labbadia hatte in seinem schicken sandfarbenen Wintermantel bis dahin im Vergleich zum Null-Torschuss-Spiel gegen Mainz vor Weihnachten immerhin auch schon Abschlüsse seiner Angreifer gesehen. Dodi Lukebakio (22.) scheiterte nach einem feinen Konter an Ralf Fährmann, der von Gross im Schalke-Tor den Vorzug vor Frederik Rönnow bekommen hatte. Auch den Volley-Versuch von Vladimir Darida (28.) konnte Fährmann abwehren, bei Guendouzis erstem Tor im Olympiastadion war der 32-Jährige aber machtlos.


Mehr dazu: Sieglosserien der Bundesliga: Schalke kurz vor Einstellung des Tasmania-Rekords


Den Berlinern gab die Führung viel Sicherheit. Auch nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gastgeber die Initiative und belohnten sich schnell mit dem zweiten Treffer. Der zuletzt von Labbadia massiv gescholtene Matheus Cunha leitete den Angriff schnell ein. Am Ende stand Córdoba bei seinem Comeback nach Knöchelverletzung genau richtig und bewies seine lange vermissten Torjäger-Qualitäten.

Im Mittelkreis hielten mehrere Schalker später eine Art Kriegsrat. Für eine Aufholjagd fehlten aber offensichtlich Mut und Fähigkeiten. Das musste auch Gross an der Seitenlinie hinnehmen. Fährmann bewahrte seine Mannschaft sogar noch mehrfach vor einer höheren Niederlage - war aber bei Piateks viertem Saisontreffer letztlich chancenlos.

2. Spieltag

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