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"... im letzten Moment habe ich immer diesen Reflex"

Bayerns Coman verrät kuriose Fußball-Angst

01.01.2021 08:27
Augen zu und durch: Bayern-Star Coman trifft im CL-Finale per Kopf
© Peter Schatz
Augen zu und durch: Bayern-Star Coman trifft im CL-Finale per Kopf

Kingsley Coman vom FC Bayern München hat auf sein persönliches Highlight des Jahres 2020 zurückgeblickt: das Champions-League-Finale der Saison 19/20. Doch dass der Franzose in dieser Partie durch sein entscheidendes Kopfball-Tor zum Mann des Tages wurde, ist rückblickend betrachtet eher ungewöhnlich.

Wie Coman nämlich nun gegenüber "Bild"  enthüllte, spielt er den Ball am liebsten mit dem Fuß und zwar aus gutem Grund. "Es ist halt so, dass ich bei Kopfbällen Angst habe und die Mitspieler darüber Scherze machen", verriet der 24-Jährige. Beim Siegtreffer im Endspiel der Königsklasse gegen Paris Saint-Germain (1:0) habe er nicht einmal hingesehen.

"Man kann das auf den Bildern sehen. Beim Kopfball habe ich die Augen geschlossen. Das kommt instinktiv, es ist ein natürlicher Reflex", sagte Coman und fügte an: "Ich versuche immer, meine Augen offen zu halten, aber im letzten Moment habe ich immer diesen Reflex."

Dass er den Ball dann nicht nur gut traf, sondern auch noch ins Tor beförderte, sei ein nicht zu erwartender Umstand gewesen, schließlich habe er im Abschlusstraining gleich mehrfach versagt. "Am Tag vor dem Spiel haben wir Abschlüsse, und ich habe keinen einzigen Kopfball verwandelt", blickte der französische Nationalspieler zurück.

Coman wird zum Triple-Helden des FC Bayern

Ohnehin verlief die K.o.-Phase der Champions League nicht gerade nach Maß für den Außenbahnspieler, den zu dieser Zeit muskuläre Probleme plagten. Deshalb saß Coman im Viertel- und Halbfinale zu Beginn auch nur auf der Bank, kam lediglich für die jeweilige Schlussphase ins Spiel. 

Nicht umsonst hatten Beobachter damit gerechnet, dass Bayern-Coach Hansi Flick auch im Finale auf Ivan Perisic setzen würde, der Coman anständig vertreten hatte. Doch Flick entschied sich für den Franzosen.

"Ich erfuhr es am Spieltag gegen 13 Uhr. Ich war so glücklich in diesem Moment", erinnerte sich Coman an das Gespräch mit dem Coach. "Zwar hatte ich meine Maske auf, als der Trainer mir mitteilte, dass ich spiele, aber ich habe darunter ein riesiges Lächeln gehabt."

Danach stieg in ihm das Gefühl auf, dass er gegen PSG, seinen Ausbildungsklub, bei dem er auch sein Profi-Debüt feierte, Außergewöhnliches schaffen könnte. "Als Hansi Flick mir das Vertrauen ausgesprochen hat, wusste ich, dass es eine große Nacht wird." Am Ende sogar mit einem doch eigentlich so "gefürchteten" Kopfball-Treffer.

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