powered by powered by N-TV
Heute Live
sport.de - powered by powered by N-TV

"Alles hängt von Leclerc und Sainz ab"

Ex-Schumi-Rivale warnt: "Dann hat Mick ein Problem"

26.12.2020 18:35
Mick Schumacher startet 2021 in der Formel 1
© Andy Hone via www.imago-images.de
Mick Schumacher startet 2021 in der Formel 1

Schon jetzt fiebern die deutschen Formel-1-Fans dem Königsklassen-Debüt von Mick Schumacher in der Saison 2021 entgegen. Im schlimmsten Fall könnte es für den Sohn von Rekord-Weltmeister Michael aber ein böses Erwachen geben. Das zumindest glaubt Ex-Pilot David Coulthard.

Geringe Chance, hohe Erwartungen: Obwohl Mick Schumacher in seiner ersten Saison aller Voraussicht nach eines der schwächsten Autos im Fahrerfeld haben wird, werden viele Blicke auf den 21-Jährigen gerichtet sein. 

David Coulthard, ehemaliger Formel-1-Fahrer und langjähriger Rivale von Michael Schumacher, ist trotzdem davon überzeugt, dass Mick der Aufgabe gewachsen ist. "Ich habe gesehen, wie er sich durch die Formel-Klassen nach oben gearbeitet hat. Er ist ein fokussierter, fitter und hungriger Rennfahrer", hob der Schotte die Qualitäten des Deutschen im "Express"-Interview hervor. 

Haas ein "sicherer Platz" für Schumacher

Mit all der Unterstützung und den Möglichkeiten, die Mick Schumacher im Laufe der letzten Jahre eröffnet wurde, habe er sich an die Spitze der verschiedenen Meisterschaften gesetzt, ergänzte Coulthard, der gleichzeitig hervorhob, dass Schumacher den Aufstieg nicht nur wegen des Namens geschafft hat: "Man kann jemandem ein gutes Auto oder ein gutes Team geben, aber wenn sie die Fähigkeiten nicht haben, werden sie gar nichts erreichen."

Für Coulthard wird Haas ein "sicherer Platz" für Schumacher sein, um sich langsam an die Formel 1 heranzutasten und zu lernen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass er Probleme haben wird, [Nikita] Mazepin zu schlagen", sieht der Schotte den Deutschen schon jetzt als Sieger im internen Stallduell.

Allerdings, warnte der ehemalige Fahrer und heutige TV-Experte, "sollte er Mazepin nicht schlagen, dann hat er ein Problem".

Welche Folgen eine Niederlage im direkten Duell mit dem Russen haben könnte, erklärte Coulthard nicht. Auch, weil er davon ausgeht, dass es so weit gar nicht kommt. "Und in ein paar Jahren könnte er dann die Chance bekommen, für Ferrari oder ein anderes Team zu fahren. Das hängt alles von Charles Leclerc und Carlos Sainz ab", sagte der 49-Jährige, für den das Duo Leclerc/Sainz durchaus das Potenzial hat, langfristig beide Cockpits der Scuderia zu besetzen.