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Draisaitl motiviert DEB-Nachwuchs

22.12.2020 11:24
Leon Draisaitl wendete sich an den deutschen Eishockey-Nachwuchs
© Martin Hoffmann Berliner Str.31 via www.imago-imag
Leon Draisaitl wendete sich an den deutschen Eishockey-Nachwuchs

Vor dem WM-Start erhielten Tim Stützle und die U20-Nationalmannschaft letzte Tipps von Starstürmer Leon Draisaitl. Nach einigen Coronafällen und Quarantäne gab das Gespräch mit Deutschlands Sportler des Jahres einen extra Schub.

Als Leon Draisaitl für ein paar letzte Tipps zugeschaltet wurde, setzte bei Tim Stützle und seinen Mitspielern vor den Bildschirmen in den Hotelzimmern Schockstarre ein. "Die Jungs waren relativ schüchtern", sagte Stützle und lachte etwas beschämt darüber, dass im Gespräch mit dem Eishockey-Superstar kaum jemand ein Wort herausbrachte: "Aber der Leon hat mir nochmal geschrieben und mir gesagt, dass wir uns jederzeit bei ihm melden können."

Trotz des riesigen Respekts vor dem NHL-MVP haben sich Kapitän Stützle und seine Kollegen der U20-Nationalmannschaft vor dem Start der Weltmeisterschaft in Edmonton/Kanada (25. Dezember bis 5. Januar) aber "natürlich total gefreut, ihn zu sehen. Das war auch eine super coole Geste von ihm", so Stützle.

Die Unterstützung des Starstürmers der Edmonton Oilers, der am Sonntag nach seiner herausragenden Saison als erster Eishockeyspieler zum Sportler des Jahres gewählt worden war, beflügelte die Mannschaft von Bundestrainer Tobias Abstreiter nach einigen chaotischen Tagen.

Die ersten Stunden in Edmonton waren nicht wie erhofft verlaufen: Acht Spieler des DEB-Teams wiesen nach der Einreise in Kanada positive Corona-Befunde auf, zuvor hatte Abstreiter bereits auf die mit dem Virus infizierten Elias Lindner, Lukas Reichel, Nino Kinder und Tobias Ancicka verzichten müssen. Bis einschließlich 23. Dezember sitzt das Team in Quarantäne fest.

Deswegen wurden die beiden Testspiele gegen Österreich (21. Dezember) und Tschechien (23. Dezember) gestrichen. Bereits am Freitag steht in der starken Gruppe A das Auftaktspiel gegen Finnland an. Die weiteren Gegner sind Gastgeber und Rekordweltmeister Kanada, die Schweiz und die Slowakei.

Vom Chaos der Vorbereitung lassen sich Stützle, der beim NHL-Draft von den Ottawa Senators an Position drei ausgewählt wurde, und seine Mitspieler aber nicht verunsichern - es gibt Alternativen, um sich fit zu halten. "Wir haben jetzt Räder auf dem Zimmer, wir telefonieren und haben Meetings zusammen", sagte Stützle: "Wir versuchen einfach alle, positiv zu denken."

Denn es sei für jeden etwas Besonderes, in Kanada eine WM zu spielen. "Die Vorfreude ist riesengroß - vor allem, weil Kanada das Eishockeyland ist und jeder hier auf diese WM schaut", schwärmte Stützle.

Wo und wie es für ihn nach der WM weitergeht, weiß der 18 Jahre alte Angreifer noch nicht. "Ich habe noch keinen Vertrag bei Ottawa unterschrieben", so Stützle. Stand jetzt "geht es nach Mannheim, viel mehr kann ich dazu nicht sagen: nur, dass es mein Ziel ist, dass ich nächstes Jahr in Ottawa spiele." Zunächst spielt er mit der U20 in Edmonton, der Heimat des Idols Draisaitl.