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Kämpfern drohen 80 Prozent weniger Einnahmen

Mega-Fight Joshua vs. Fury wird zum Millionen-Poker

21.12.2020 09:03
Anthony Joshua steigt 2021 wohl gegen Tyson Fury in den Ring
© Valery Sharifulin via www.imago-images.de
Anthony Joshua steigt 2021 wohl gegen Tyson Fury in den Ring

Der Schwergewichts-Showdown zwischen Anthony Joshua und Tyson Fury soll 2021 endlich steigen. Beide Lager haben in den letzten Tagen eine Einigung erzielt und den Weg für einen der größten Boxkämpfe der jüngsten Vergangenheit freigemacht. Offen ist allerdings noch die Frage, wo der Fight stattfinden wird. 

Nach Monaten der Spekulationen und des Wartens verkündete Joshuas Promoter Eddie Hearn am Sonntag endlich die für viele Boxfans erhoffte Nachricht: Anthony Joshua und Tyson Fury steigen 2021 gemeinsam in den Ring. Sobald die letzten Kleinigkeiten aus dem Weg geräumt sind, soll das Duell auch offiziell bestätigt werden. 

Zwei der "größten Kleinigkeiten" bereiten allerdings noch Kopfzerbrechen. Zum einen ist offen, welche Broadcaster den Kampf exklusiv übertragen dürfen. Bei den zu erwartenden Einnahmen dürfte es am Verhandlungstisch in dieser Frage besonders heiß hergehen. Die zweite große Hürde ist die Frage nach dem Austragungsort. Auch hier droht eine Hängepartie.


Mehr dazu: Einigung! Mega-Fight zwischen Joshua und Fury steht


Wie Hearn gegenüber "SkySports" erklärte, steht die Suche nach einem Austragungsort als nächstes auf der Agenda: "Unser Plan ist, nachdem wir mit [Fury-Promoter] Bob Arum gesprochen haben, den Deal einzufädeln und uns dann die relevanten Austragungsorte anzusehen."

Natürlich wolle man den Kampf gerne in Großbritannien austragen, die aktuelle Corona-Lage stelle allerdings eine große Unbekannte dar, ergänzte der Promoter. Zudem müssten beide Kämpfer erhebliche Einschränkungen bei der Börse in Kauf nehmen.

Sollte der Kampf auf der Insel stattfinden, würden Joshua und Fury "wahrscheinlich nur die Hälfte" kassieren: "Und ohne Publikum wären es vielleicht sogar 80 Prozent weniger." Damit es überhaupt eine Chance auf einen Kampf in Großbritannien gebe, müsse zumindest ein volles Haus garantiert werden, sagte Hearn.

"Beide Lager stehen in der Verantwortung, die größten Einnahmen für ihren größten Kampf zu kassieren. Das ist der Höhepunkt ihrer Karrieren, der größte Moment. Nichts wird das jemals schlagen", rechtfertigte Hearn eine mögliche Austragung im Mittleren Osten oder auch Asien, wo höhere Einnahmen garantiert wären. Spekuliert wird über Summen von bis zu 110 Millionen Euro pro Kopf. 

"Es gibt natürlich viele Länder, die diesen Kampf gerne austragen würden. Es ist nicht nur der größte Boxkampf, sondern eins der größten Sportevents des Jahres. Wir werden mit allen sprechen", erklärte der Promoter, der sagte, dass mindestens einer der beiden Kämpfe, also der Hin- oder der Rückkampf, auf britischem Boden steigen soll: "Aber ist das schon im Mai möglich?"

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