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Duell der Superstars so gut wie fix

Einigung! Mega-Fight zwischen Joshua und Fury steht

20.12.2020 14:32
Eddie Hearn (li.) schickt Anthony Joshua (Mitte) gegen Tyson Fury in den Ring
© Valery Sharifulin via www.imago-images.de
Eddie Hearn (li.) schickt Anthony Joshua (Mitte) gegen Tyson Fury in den Ring

Vorzeitige Bescherung für alle Box-Fans: Schon 2021 wird es zum mit Spannung erwarteten Mega-Fight zwischen Anthony Joshua und Tyson Fury kommen. Den lang ersehnten Durchbruch in den Verhandlungen verkündete Fury-Promoter Eddie Hearn.

Wie Journalist und Insider Mike Coppinger von "The Athletic" am Sonntag via Twitter berichtete, hat Eddie Hearn den Mega-Fight zwischen Anthony Joshua und Tyson Fury bestätigt. Beide Seiten hätten eine mündliche Einigung erzielt, soll der Promoter erklärt haben. Stattfinden soll das Duell entweder im Mai oder Juni kommenden Jahres. 

Um den Deal letztlich auch offiziell bekanntzugeben, müssten nur noch einige Kleinigkeiten ausgehandelt werden. Dazu gehört die Frage, welcher Boxer in welcher Ecke steht, welcher der beiden Kämpfer als erster in die Arena einmarschieren darf und welcher Broadcaster den Kampf exklusiv übertragen darf.

Zähe Verhandlungen stehen wohl in erster Linie in Sachen TV-Übertragung an. Während Tyson Fury in den Staaten von "ESPN" gezeigt werden darf, besitzt "BT Sport" das Exklusivrecht für den "Gypsy King" in Großbritannien. Anthony Joshua hat dagegen eine Partnerschaft mit "DAZN" (USA) und "Sky" (Großbritannien). Die jeweiligen Broadcaster dürften in den Gesprächen nur schwer davon zu überzeugen sein, freiwillig auf eine millionenschwere Übertragung zu verzichten. 

Steigt Fury vorher noch mal in den Ring?

Wo der Kampf stattfinden wird, steht ebenfalls noch nicht fest. Laut Coppingers Einschätzung wird es wohl erneut zu einem Showdown im Mittleren Osten kommen. Dort hatte Joshua seine Titel im Sommer 2019 an Andy Ruiz verloren. Aber auch Großbritannien sei eine Option, schrieb der Journalist. 

Die Börse im ersten Duell soll 50:50 aufgeteilt werden. In einem möglichen Rückkampf soll der Gewinner des ersten Fights 60 Prozent der Börse erhalten, der Verlierer die restlichen 40 Prozent. Am Ende, so die Rechnung, könnten Joshua und Fury jeweils 100 Millionen Pfund (ca. 110 Mio. Euro) einstreichen.

Dass Joshua vor einem direkten Duell mit Fury noch einen Kampf bestreiten wird, ist ausgeschlossen. Der amtierende WBA-, IBF-, WBO- und IBO-Welmeister verteidigte seine Titel erst vor wenigen Tagen erfolgreich gegen Kubrat Pulev.

Furys geplanter Dezember-Kampf wurde hingegen abgesagt. Der WBC-Champion stand letztmals im Februar 2020 im Ring. Damals sicherte er sich durch einen krachenden K.o.-Sieg gegen Deontay Wilder den Titel. Ein drittes Duell gegen den US-Amerikaner platzte, weil sich der "Bronze Bomber" nicht an zuvor festgelegte Fristen hielt. Hier könnte es allerdings noch ein juristisches Nachspiel geben. Ob Fury ohne "Vorbereitungskampf" gegen Joshua in den Ring steigen würde, ist nicht klar.

Die Verbände hatten in den vergangenen Wochen bereits die Tür zu einem großen Vereinigungskampf geöffnet und mögliche Pflicht-Verteidigungen von Joshua und Fury hinten angestellt. Auch die Nummer 1 der WBO, Oleksandr Usyk, hat bereits erklärt, für ein Duell der beiden Briten zur Seite zu treten. Somit könnte es im direkten Duell tatsächlich um alle vier bedeutenden Titel gehen. 

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