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Die Stimmen zur Bundesliga

Terzic erleichtert: "Heute war es eine Einheit"

16.12.2020 08:35
Erdin Terzic feierte in seinem ersten Spiel als BVB-Coach einen Sieg in Bremen
© Maik Hölter/TEAM2sportphoto via www.imago-images.d
Erdin Terzic feierte in seinem ersten Spiel als BVB-Coach einen Sieg in Bremen

Nichts gewonnen, nichts verloren, am Ende waren beide Mannschaften zufrieden: Das traf zumindest auf den VfB Stuttgart und Union Berlin nach dem gerechten 2:2 zu. Der Ärger in Frankfurt war nach dem 3:3 gegen Gladbach dagegen groß. Die Stimmen zu den Spielen: 

Werder Bremen - Borussia Dortmund 1:2

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Es waren zwei dumme Gegentore, wir hätten einen Punkt holen können. Die Mannschaft hat aber viel Leidenschaft auf den Platz gebracht. Unsere Leistungen sind grundsätzlich gut, aber jetzt müssen auch wieder Punkte kommen."

Edin Terzic (Trainer Borussia Dortmund): "Nach diesem Sieg ist unsere Erleichterung natürlich groß. Das Team hat alles für den Sieg getan und ihn erzwungen. Wir haben nach den Ereignissen der vergangenen Tage eine große Verantwortung gespürt. Das Spiel am Samstag sitzt auch bei den Jungs irgendwo noch tief drin, da ist auch eine Form von Druck da, das hat man auch gemerkt. Aber viel wichtiger ist, dass wir das Spiel heute nicht nur gewonnen, sondern auch verteidigt haben. Die Jungs, die reinkamen, haben es super gemacht, die, die nicht reinkamen, haben sie nach vorne gepusht. Heute war es eine Einheit. Ein Spieler einzeln hätte heute nichts machen können, sondern es gehören immer alle dazu. Wenn wir das vorleben und wenn wir an uns glauben, werden wir erfolgreich sein."

Roman Bürki (Torwart Borussia Dortmund): "Ich habe mich schon anders gefühlt, dieses Spiel jetzt zu spielen nach dieser hohen Niederlage, nach so einer schlechten Vorstellung von uns. Ich habe mehr Druck verspürt, in dieses Spiel reinzufinden. Ich bin extrem erleichtert, dass wir heute gewonnen haben."

Marco Reus (Kapitän und Torschütze Borussia Dortmund): "In erster Linie haben wir in einer anderen Grundformation gespielt, dass die Abläufe da noch nicht so stimmen, ist normal. Aber einfach der Glaube, dass wir eine gute Mannschaft sind, wenn wir alles zusammen machen, defensiv und offensiv. In der kurzen Zeit ist es extrem schwierig für ihn, großes Kompliment an ihn, wie er das in den letzten zwei, drei Tagen gemeistert hat. Es ist wichtig, dass wir dieses Spiel gewonnen haben."

Kevin Möhwald (Torschütze SV Werder Bremen): "Der Druck von Dortmund wurde Mitte der zweiten Halbzeit schon größer, wir haben es gut weg verteidigt, alles kann man nicht weg verteidigen. Dann halt der individuelle Fehler. Das passiert, wir reißen da keinem den Kopf ab, Pavlas hat uns dieses Jahr schon so viele Punkte gerettet. Aber es ist schade, dass wir nichts mitgenommen haben."

VfB Stuttgart - Union Berlin 2:2

Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Wir haben ein bisschen gebraucht, um ins Spiel zu finden, der Gegner war sehr giftig, hat die Räume extrem eng gemacht. Wir hatten auch ungewöhnliche Fehlpässe. In der zweiten Halbzeit sah es ein bisschen besser aus und wir haben den Vorwärtsgang eingelegt. Ich freue mich sehr für Sasa und seine zwei Tore, er hat bewiesen, welche Qualität er hat. Das Unentschieden geht in Ordnung, absolut verdienter Punkt für beide Mannschaften."

Sasa Kalajdzic (Doppeltorschütze VfB Stuttgart) zum Videobeweis vor seinem Ausgleichstreffer: "Zuerst hat er Handspiel gesagt, dann plötzlich sagt er, es war eh keine Hand, sondern was Anderes. Es nervt einfach dieses Warten, Warten, Warten. Ich bin absolut happy und bin froh, dass es gegeben wurde. Ein bisschen gezittert habe ich schon, muss ich gestehen."

Sasa Kalajdzic zum Blick auf das Handy: "Ich habe auf Kickbase geschaut und ich Trottel habe mich nicht aufgestellt. Das ist wirklich doof gewesen."

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Ein 2:0 ist ein gefährliches Resultat, wenn du ein Gegentor bekommst, ist das Spiel noch mal offen. Über 90 Minuten gesehen ist das Unentschieden aber ein gerechtes Ergebnis. Die erste Hälfte gehört uns, die zweite Hälfte gehört Stuttgart. Ich bin nicht enttäuscht, das ist wieder ein Punkt auf unserem Konto, der uns hilft."

Marvin Friedrich (1. FC Union Berlin): "Wenn du bis zur 85. führst, willst du auch drei Punkte mitnehmen. Am Ende verteidigen wir nicht ganz so gut, deswegen nehmen wir nur einen Punkt mit."

Hertha BSC - FSV Mainz 05 0:0

Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC): "Wir hätten das Spiel gerne gewonnen. In der ersten Halbzeit hatten wir noch die Ruhe, in der zweiten Halbzeit sind wir viel zu unruhig geworden. Wir müssen uns mit dem Punkt begnügen."

Jan-Moritz Lichte (Trainer FSV Mainz 05): "Wir haben es geschafft, über 90 Minuten gut gegen den Ball zu arbeiten. Wir hätten uns gewünscht, in Umschaltsituationen noch gefährlicher zu werden. Am Ende können wir mit dem Punkt leben."

Alexander Hack (1. FSV Mainz 05): "Grundsätzlich müssen wir sagen, wir haben zu Null gespielt das erste Mal in dieser Saison, das ist schon mal wichtig, darauf können wir aufbauen. Wenn wir den einen oder anderen Konter besser ausgespielt hätten, wäre mehr drin gewesen, aber das 0:0 nehmen wir mit.

Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach 3:3

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Es ist schade, dass die Mannschaft nicht belohnt wurde. Das ärgert uns natürlich sehr. Es ist trotzdem ein Punkt. Wir müssen uns die beiden letzten Tore selbst ankreiden. Dass wir sehr traurig sind, muss man ganz klar sagen. Die Mannschaft hätte den Sieg verdient gehabt."

Adi Hütter zu den Gründen für den späten Einbruch: "Durch die Gelb-Rote Karte. Ich habe von Gladbach in der zweiten Halbzeit bei Elf gegen Elf keine einzige Torchance gesehen, und natürlich kommt da nochmal der Schwung. Aber wir sind auch selber schuld, beim 2:3, wo wir den Ball haben, wo dann der Elfmeter passiert. Das hat Gladbach viel gebracht, um die Motivation zu schöpfen, um hier einen Punkt mitzunehmen. Das ist ein normales Fußballspiel, wenn du 2:3 hinten bist, ein Mann mehr bist, der Schiedsrichter sechs Minuten Nachspielzeit anzeigt, das ist logisch. Was uns ärgert, ist, dass wir keine Entlastung mehr hatten, nicht mehr bis zum Ende verteidigt haben. Ich muss die Mannschaft heute loben, wie sie heute Fußball gespielt hat gegen eine sehr gute Mannschaft. Außer die ersten zehn Minuten hat das Spiel ganz klar uns gehört."

Amin Younes (Eintracht Frankfurt): "Jetzt ist es unterm Strich einfach schade, dass wir nicht belohnt worden sind heute und das Spiel nicht gewonnen haben. Es fühlt sich an wie eine Niederlage, wenn man am Ende den Ausgleich so bekommt. Über weite Strecken, fand ich, haben wir ein super Spiel gemacht. Wir haben es echt gut gemacht als komplette Mannschaft, als Einheit."

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Lars Stindl ist ein richtiger Kapitän, der voran geht. Das hat er heute eindrucksvoll bestätigt. Er ist ein wichtiger Faktor für uns. Die Gelb-Rote Karte, der Anschlusstreffer und der Glaube daran, dass wir noch etwas holen können, haben dafür gesorgt, dass wir uns noch belohnt haben. Das ist schon eine außergewöhnliche Leistung der Mannschaft."

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