Heute Live
Fußball

Kein Geld und volles Vertrauen in Moukoko

Trotz Haaland-Verletzung: BVB plant ohne Neuzugänge

10.12.2020 15:21
Erling Haaland und Youssoufa Moukoko sind die Sturm-Juwele beim BVB
© Matthias Koch via www.imago-images.de
Erling Haaland und Youssoufa Moukoko sind die Sturm-Juwele beim BVB

Seit der Verletzung von Top-Torjäger Erling Haaland stellt sich umso mehr die Frage, wie Borussia Dortmund auch ohne seinen norwegischen Goalgetter in der Erfolgsspur bleibt. Die Verantwortlichen um BVB-Manager Michael Zorc sehen die Thematik derweil wohl nicht so kritisch: Im Winter soll zumindest kein Haaland-Backup verpflichtet werden. 

Wie die "Bild" berichtet, sei eine Transferoffensive im Januar bei der Borussia allein schon aus finanziellen Gesichtspunkten ausgeschlossen. In Zeiten der Corona-Pandemie müsse auch der BVB den Gürtel enger schnallen.

Aus dem Geschäftsbericht von Anfang Oktober ging hervor, dass die Dortmunder in dieser Spielzeit mit einem Verlust von bis zu 75 Millionen Euro rechnen. Schon in der vergangenen Saison hatte der laufende Betrieb einen Fehlbetrag von knapp 45 Millionen Euro verursacht. 

Doch die Finanzen sind scheinbar nicht der einzige Grund für das Zögern der BVB-Bosse an der Transfer-Front. Die Verantwortlichen der Westfalen wollen Nachwuchshoffnung Youssoufa Moukoko weiter intensiv fördern, sodass sich der 16-Jährige optimal entwickeln kann. Dies beinhalte, dass der Youngster stetig Spielpraxis sammelt und nicht von einem möglichen Neuzugang zum Bankdrücker degradiert wird.

BVB ohne Haaland mit Ladehemmungen 

Das Vertrauen den Klub-Oberen in das hochgelobte Eigengewächs sei schon jetzt sehr hoch, am liebsten würden die Verantwortlichen bereits am kommenden Wochenende gegen den VfB Stuttgart Moukokos Startelfdebüt sehen. Trainer Lucien Favre lege indes weiter Wert auf Geduld und wolle den Stürmer langsam an das Team heranführen.

Haaland hatte sich im Abschlusstraining vor der Champions-League-Partie gegen Lazio Rom Anfang Dezember einen Muskelfaserriss zugezogen. Favre probierte in der Folge mehrere Vertreter aus. Doch weder mit Julian Brandt, Marco Reus noch Thorgan Hazard als Stoßstürmer entwickelte der BVB die gewohnte Durchschlagskraft.

Aktuell arbeitet Haaland in Katar mit seinem persönlichen Trainer an einem Comeback. Womöglich kann er bereits im ersten Spiel des neuen Jahres gegen den VfL Wolfsburg wieder mitmischen.