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IOC veranlasst weitere Doping-Nachtests für Sochi 2014

09.12.2020 15:31
Die Winterspiele 2014 wurden von der Manipulation von Doping-Tests russischer Starter überschattet
© Daniel Karmann
Die Winterspiele 2014 wurden von der Manipulation von Doping-Tests russischer Starter überschattet

Das Internationale Olympische Komitee hat umfangreiche Nachtests der Doping-Proben der Winterspiele 2014 in Sochi veranlasst.

Beauftragt wurde mit der Untersuchung die Internationale Test-Agentur (ITA), teilte diese selbst mit. Es sollen mehr als die Hälfte aller Proben der Sochi-Spiele erneut analysiert werden. Ziel sei es, die Analysen und die daraus sich ergebenden Fälle vor den Winterspielen vom 4. bis 20. Februar 2022 in Peking abzuschließen.

Die Sochi-Spiele waren von der Manipulation von Doping-Tests russischer Starter überschattet worden. Mit Hilfe unter anderem des Inlandgeheimdienstes des Landes wurden Proben ausgetauscht und so Doping-Fälle verhindert.

Das IOC hatte 2018 das unabhängige Management seines gesamten Anti-Doping-Programms an die ITA delegiert, hieß es in der Mitteilung. Die Nachtests der Proben der Sommerspiele 2008 in Peking und 2012 in London hätten bisher zu mehr als 130 Verstößen gegen Anti-Doping-Regeln geführt.

Nach den Manipulationen in Sochi lasse das IOC bereits seit 2016 Hunderte von Proben von russischen Athleten erneut überprüfen. Das Nachtestprogramm werde nun auf alle Nationen und Sportarten ausgedehnt. Im Kontroll-Labor in Lausanne sollen die ausgewählten Proben bis Mitte 2021 untersucht werden, hieß es weiter.

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